»Du bist das materiellste Geschöpf, das ich kenne.«

»Man sieht ja auch, wo es bleibt!« warf Julie ein.

Marianne nahm sich ein Stück Schinken und sah über den Tisch. »Ich weiß nicht, es ist so ungemütlich heute,« sagte sie. »Warum haben wir eigentlich kein Tischtuch?«

»Julie findet es hübscher,« antwortete Agnes Elisabeth. »Warum soll sie nicht ihren Willen haben? Schön finde ich es ja auch nicht.«

Marianne schüttelte den Kopf.

»Was tun wir nun mit unseren Kleidern?«

Julie lachte. »Wir können ja nachsehen; Vielleicht hängen unsere Konfirmationskleider noch irgendwo auf dem Boden.« Sie strich langsam über ihren bloßen Arm. »Dicke, wenn du nur so viel Schönheitssinn hättest, wärest du heute nicht in diesem Auszug erschienen!« Sie zeigte es an ihrem Fingernagel.

»Es gibt eben verschiedene Arten von Schönheitssinn,« sagte Evelyn. »Marianne tut es auf ihre Weise. Sie liest jeden Abend in einem Goldschnittbuch über Teintpflege; danach braut sie sich dann alles mögliche zusammen, Salben und Tinkturen.«

Evelyn lachte.

»Davon hat sie auch ihre rosige Farbe,« sagte Julie.