Fräulein Grünhagen reichte Julie liebenswürdig die Hand.

Julie redete frisch mit den beiden. Es interessierte sie, einmal einem dieser Wesen gegenüberzustehen, die es fertigbringen, sich mit Spitzen, Chiffongewuschel, goldenen Täschchen und sonstigem Gebaumel zu behängen.

Ob er nun wieder nach Südafrika gehe?

Er wüßte es noch nicht. Jedenfalls solle im Mai die Hochzeit sein. Danach wollten sie nach Norwegen reisen. Um diese Zeit könne man anderswohin ja nicht gehen. Vielleicht bliebe er dann auch hier; man hätte ihm eine Stellung angeboten. Freilich die Unabhängigkeit dort unten ...!

Julie lächelte.

Fräulein Grünhagen schien für Afrika keine Neigung zu haben.

»Ich weiß nicht, ob meine Gesundheit das Klima verträgt; Professor Stengel meint ... Und dann: ohne jede Anregung, ohne Theater, Konzerte ...«

Julie dachte, wie oft Heinrich Craner wohl darüber geklagt haben mochte.

Bei der Gedächtniskirche trennten sie sich.

»Ich würde mich freuen, Sie einmal bei meinen Eltern zu sehen!« Fräulein Grünhagen hob ihr Kleid auf und nickte Julie freundlich zu.