Ein Zittern kam in den Heiligenschein, den die krausen Haare um ihren Kopf legten.
»Julie!«
»Ja ...?«
»Komm!«
»Nein, wenn du das willst, komme ich überhaupt nicht mehr zu dir! Wenn du glaubst, meine Liebe sei eine Allerweltsliebe ...«
Nun war es an ihm, still zu sein.
»Es ist mir gleich, was du von mir denkst, aber ich habe dich anders lieb, als daß ich dich danach heiraten werde! Gelübde tun, von denen ich nicht weiß, ob es nicht später ein Verbrechen ist, sie zu halten, alles, womit ich dich lieb habe, in Formen zwangen, zwischen denen es das ganze Leben bleiben soll, denen man immer nur Zugeständnisse machen muß, die einen erniedrigen, das Heiligste, was ich habe, im Alltag abnutzen ...! In deinem ›gastfreien Hause‹, und wenn ich für dich nicht mehr sein darf als dein Kamerad! Das würde nicht lange dauern. — So bin ich, und wenn du mich so nicht haben willst ...«
Aus dem Lächeln in Peter Owens Gesicht war ein Strahlen geworden.
»Julie ...!«
Sie blickte sich um. Als sie sein Gesicht sah, machte sie ihre kleinen Schritte und kam auf ihn zugelaufen.