»Du warst ja auch so allein! Das wird nun besser werden!« sagte Julie. Nach einer Weile nahm sie die Hand der Schwester und streichelte sie. Es fiel ihr auf, wie trocken die Haut war. Sie erschrak darüber.

Agnes Elisabeth ließ ihr die Hand nur einen Augenblick; dann zog sie sie kurz zurück, als müsse sie versteckt werden.

»Komm, Gesche hat den Kaffeetisch in der Lindenlaube gedeckt!« sagte sie. »Die ist schön sicher!«

Auf dem Tischtuch standen viele Tassen. Julie wußte nicht, was sie alle hier sollten.

»Hast du heute nachmittag Besuch?« fragte sie. »Kommen noch andere Menschen?«

»Nein, nein, das ist nur so!«

Agnes Elisabeth griff über den Tisch, tauschte zwei Obertassen miteinander, wechselte zwei Untertassen und brachte sie alle in Bewegung, die rosa auf die grünen, die blauen unter die gelben.

Bis Julie es nicht mehr mit ansehen konnte und die Tassen stellte, wie sie zusammengehörten.

»Warum tust du das?« fragte sie befremdet.

Agnes Elisabeth nickte nur.