Julie ging inzwischen durch den Garten. Sie lehnte sich ans Gitter und sah die Chaussee hinunter. Ein paar Torfwagen rumpelten vorüber, ein kleines Bauernmädchen knickste. Alles war wie früher. Eben wollte sie ins Haus, da kam um die Ecke dort drüben etwas Gelbes; ein volles Rosa wölbte sich darüber und zuoberst nickte ein Geranke von Federn, Blumen und Stroh.
Julie in ihrer Kurzsichtigkeit meinte zuerst, das Ganze sei Marianne. Sie atmete auf, als sich das eine als Kinderwagen, das andere als Mariannes Hut herausstellte.
Nun löste sich etwas Schwarzes und steuerte nach der Tür herüber. Das Gelbe mit dem rosa Verdeck aber zog vorüber. Dahinter kam Marianne, eine Weile nichts, als Marianne, breit und voll und himmelblau ... Sie blickte zur Seite und wollte Julie nicht sehen.
Das war eine Demonstration!
Julie nahm sie belustigt entgegen.
»Guten Tag, Julie!« sagte Lukas. »Ich mußte doch kommen und dich begrüßen.«
Julie gab ihm die Hand.
»Das ist nett von dir! Wie geht es dir, Lukas?«
»Gut!« Sein Gesicht strahlte. Er war froh, daß er standhaft geblieben war; wenn es auch nicht gerade gegen Mariannes Willen, so war es doch ohne ihre Zustimmung geschehen, daß er sie verlassen hatte, um Julie zu begrüßen.
»Wie geht es Marianne und eurer Kleinen?« fragte Julie.