Herr, hilf uns, daß wir nicht vergehen!
Herr, hilf uns, daß es niemals von uns heißen müsse: Sie haben ihren Lohn dahin!«
Der Pastor schwieg. Dann drückte er den Schwestern, einer nach der anderen, die Hand.
Unter schluchzendem Flüstern bedankte sich Marianne, auch Lukas atmete auf; das Gefühl der Trostlosigkeit hatte ihn verlassen. Mit den Worten des Pastors war eine weiche Empfindung über ihn gekommen: da drüben, wo die Tote nun sei, wäre ein anderer, der besser für sie sorgen würde, als sie alle es hatten tun können.
Der Pastor ging.
Lukas trat noch einmal an das Bett und legte seine Hand auf das rote Haar, so, wie er es manchmal bei Marianne tat.
Wie hilflos doch die Toten sind! dachte Evelyn. Der konnte sie nun streicheln, was er im Leben nie fertiggebracht hätte, und der Pastor hatte solche Worte über sie sagen dürfen.
Dann gingen sie alle hinaus.
Die Tote blieb allein, wie sie es auch im Leben gewesen war.