»Marianne und ich wollen baden; kommt ihr mit?«

Evelyn strahlte; sie klappte ihr Buch zu und warf es auf das Sofa.

Julie sah auf.

»Ja, ich komme euch nach!«

Nun war es der Garten, ein wundervoll altmodischer Garten. Dichte, hohe Hecken, brennende Beete, buchsbaumgefaßte Wege, Rasenflächen, Hollunderlauben, eine lange Tannenallee und unten der schmale Fluß. Jenseits Gestrüpp, eine hohe, sich neigende Weide, dahinter endlose Wiesen und grasendes Vieh. Und über allem klarer Sommerhimmel.

»Ich kann mein Band nicht aufkriegen!« Evelyn reckte ihren Arm auf den Rücken.

Agnes Elisabeth half ihr. Dann ließ sie das Badelaken fallen. Die Haare zogen flirrende seidige Lichter aus den bloßen Armen. Mit kurzen Schritten ging sie an die fettgrüne Böschung und hinein in das klare goldbraune Wasser. Das Haar schwamm darauf wie eine Flut brandig gelber Blüten. Mit kurzen Stößen glitt sie vorwärts.

»Wie eine untergehende Sonne siehst du aus!« rief Evelyn ihr nach.

Das Wasser gluckste und glutterte.

An Marianne glitt eben ein blaßblauer Unterrock herunter. Sie bückte sich und löste die Strumpfbänder. Der runde Nacken tauchte aus den Spitzen. Langsam genießend zog sie sachte das Schwarz des Strumpfes von den weißen Beinen. Das Fleisch atmete auf und wurde weich und voll. Die Füße schmiegten sich in das Rasengrün. Sie zog die Schultern in die Höhe und ließ das Hemd streichelnd hinuntergleiten. Weiß lag es zu ihren Füßen. Weißer noch waren ihre Knöchel, ihre reifen Hüften, ihre vollen Brüste.