Julie blieb einen Augenblick vor der goldenen Bronze stehen. Dann beugte sie sich etwas nach vorn und sprang hinein.
Evelyn planschte mit kindlichem Vergnügen.
Marianne lag regungslos. Die lauen Wellen faßten nach ihr wie Hände und hauchten über ihre Haut wie sehnsüchtige Lippen.
Julie tauchte auf und nieder. »Wenn es nur nicht so lau wäre! Man hat gar nicht das Gefühl, daß man naß wird!«
Ein Schatten ging über das Wasser. Drüben neben der Weide stand eine schwarzweißgefleckte Kuh. Das fette Gesicht sah mit überlegenem philosophischen Lächeln aus seinen runden, schönen Augen auf all das Weiße, Lebendige.
Julie bespritzte Evelyn.
»Sieh, da ist etwas, was den ganzen Tag im Grase liegt und nichts tut!«
Evelyn lachte. Sie sprang mit einem Satz, wie eine Katze, an Julies Hals und tauchte ihren Kopf unter. Es gab Geschrei und Lachen. Dann faßten sich alle vier an der Hand und tanzten Ringel-Rangel-Rosenkranz. Der Kuhschweif wedelte dazu, warm und gemütvoll.
Ein dickes rotes Etwas in blauem Kattunkleid raste plötzlich vom Hause her, tauchte zwischen den Bäumen unter, erschien wieder, verschwand hinter dem Gebüsch und stand endlich prustend am Wasser.
»Fräulein, der Herr Pastoor! Ik hevv em schon jümmer seggt, dat Se im ’en Woter wären. Ober he hät Tid. He will so lange luern, bit Se rein sind!«