Bis er plötzlich sich schwer atmend aufrichtete, während Marianne bewegungslos liegen blieb. Ein Gefühl von Leere. Eine unbestimmte Farbe von Übersättigung. Ein paar stockende Gedanken: »Das hättest du nicht tun sollen« und »Was nun?« und sogleich danach eine brave, neugebackene Würde: »Nun bin ich verlobt!«

Und da unten im Grase nichts von alledem. Nur ein Weitertreiben, ein Sich-Dehnen in lauwarmen Fluten.

Nach einer Weile wurden die Wellen flacher, und plötzlich schlug Marianne die Augen auf, verwundert, als sei sie da irgendwo an den Strand gespült und wüßte nicht, wo sie wäre.

Lukas Allm atmete auf.

Der Stolz auf seine neue Würde war klein geworden, als er sie regungslos vor sich liegen sah. Ob ihr etwas geschehen sein mochte?!

Was konnte das kleine Heidelicht von jenen Flammen wissen, die in diesem jungen Körper glühten! Er hatte sie entzündet; nun sie aufbrannten, bekam er es mit der Angst. Mit einer richtigen Jungensangst.

Aber jetzt strich er sich erleichtert über die Stirn. »Nun sind wir verlobt!« sagte er strahlend.

Marianne richtete sich auf und sah ihn erstaunt an. Plötzlich lachte sie.

Lukas Allm machte ein befremdetes Gesicht.

»Wir sind nun verlobt!« betonte er wichtig.