Agnes Elisabeth wunderte sich plötzlich, wie zaghaft dieser Mann war, der ihr doch damals ein Gefühl von Sicherheit hatte geben können. Das rührte sie. Sie empfand, daß etwas Verwandtes in ihnen war. Allein, o ja, allein war auch sie. Sie hätte es gern gesagt.
Aber Craner achtete nicht darauf.
»Ich brauche Sie so sehr!« sagte er kurz, fast hilflos.
Agnes Elisabeth hatte ihn plötzlich ganz vergessen. Sie dachte nichts anderes, als daß ihr Leben einsam war. Sie wollte es einmal aussprechen dürfen, reden ohne Aufhören von dieser Einsamkeit, in der sie sich hinschleppen mußte, sie wollte sich ausweinen und ihren Kopf anlehnen dürfen.
»Wollen Sie nun bei mir sein?«
Agnes Elisabeth nickte langsam mit dem Kopf. Eine unbestimmte Empfindung wurde in ihr wach. Warum sprach er noch immer? Sie wünschte, daß er schwiege, daß eine Stille käme, in der sie alles vergessen könnte.
Aber er fragte weiter:
»Wollen Sie mir nicht einmal sagen, ob Sie mich liebhaben? Hast du mich lieb, Agnes Elisabeth?«
»Ja, o ja!«
Es war, als ob etwas in ihr zerspränge, etwas anderes sich frei machte. Ein Ton war darinnen, wie von brechenden Ästen.