»O mein Gott,« seufzte die Gräfin und schritt am Grafen vorbei zur Tür.

»Nicht doch, nicht doch!« bat Messer Giacomo. »Nicht hinein!«

»Sagt alles,« befahl der Graf.

Der Florentiner trat nahe an ihn heran und flüsterte: »Es ist unmöglich zu sagen. Ich kann nur bitten, schlagt das Kreuz und laßt mich vorangehen.«

Der Graf sah ihn groß an. »Ins Schlafzimmer meiner Tochter? Seid Ihr von Sinnen?«

Messer Giacomo rang die Hände und flüsterte noch leiser: »Sie … schämt sich nicht mehr.«

Der Graf hob die rechte Faust – und ließ sie schlaff sinken. Dann winkte er der Dienerschaft zurückzubleiben und stöhnte: »Wenn Ihr die Wahrheit gesagt habt, töte ich sie, habt Ihr gelogen, töte ich Euch.«

Er griff nach seinem Dolche und tat einen Schritt voran.

Die Gräfin hatte indessen ihr Ohr an die Türe gelegt und gebot mit der Hand Schweigen. »Mir ist, ich höre sie röcheln.«