»Draußen angebunden das Pferd! Praschlet mögen die anderen bringen! Du bist mir lieber, als aller Wein! Du, mein rotweißer Schilcher und süßer Malvasier! Lieb's Ding im Rock, viel lieber noch im Hemd! Du! Du! Du! Oh, was du weiß und weich bist! Dräng dich, drück dich, leg dich mir nah! O du mein Wein von Ursula! Du heiße, weiße, voll und rund! Gib deinen Mund! Gib deinen Mund! Und wieder, wieder! Gretlein, mein Mädlein!«
Sie aber sagte nichts und küßte bloß.
Da: Treppengepolter. Da: Rasseln vor der Tür. Da: krach eine Faust wider das Türgetäfel.
Rolf sprang auf und sprang zur Tür, – g'rad vor die Brust Welfs, der sie eben aufgerissen hatte.
Ein Heulen wie aus Wolfsrachen, ein Stoß mit der geschienten Faust vor Rolfs Brust. Der taumelt zurück, bückt sich, sucht sein Schwert.
Aber schon wirft sich, mit beiden Fäusten sein Schwert nach unten stoßend, Welf über ihn und rennt dem Gebückten den Stahl durch den Rücken.
Starr saß Annemargret im Hemd auf dem Bett und hielt kindängstlich die Finger an den Mund.
Jetzt … kommt … das Schwert … zu mir …
Welf zog das Schwert aus dem verröchelnden Leibe, warf es nieder und stellte sich vor der Starrenden schnaufend auf.
»Dich … drossl' ich … so …«