»Für dich der Süße von Margreid! Da, schau Margret!« schrie Welf und trat mit dem Mädchen auf dem Arm ans Fenster.

»Was tust du da!« brüllte Ralph, bebend vor Zorn, als er das sah.

»Meine Margret! Meine Margret!« brüllte Welf. »Willst du sie auch noch? So komm und hol sie.«

Mit einem Satze sprang Ralph vom Pferde und die Treppe hinauf.

Welf setzte Margret aufs Bett, hob sein Schwert auf und stürzte hinaus.

Draußen auf der Treppe rasselten sie aneinander. Brüllen. Fluchen. Schnaufen. Gepolter. Ein Schrei.

Ralph rollte, erschlagen, die Treppe hinunter.

»Hahahaha! Hahahaha; Annemargret, jetzt sind wir allein! Geh in den Keller und hol, was noch im Fasse ist! Ei, geh immer im Hemd! Sollst mir fürder im Hemde gehn! Denn so hab ich dich doppelt lieb, du mollig Ding!«

Annemargretlein – lächelte und ging. Mit beiden Händen den Humpen tragend kam sie wieder.