anfechten ist nur mit dem Akkusativ zu verbinden. Was ficht dich an?
sich anmaßen wird mit dem Dativ der Person und Akkusativ der Sache verbunden, z. B.: Ich maße mir ein Vorrecht an. — Doch findet sich in dichterischer Sprache auch der Akkusativ der Person und der Genitiv der Sache, z. B.: Nicht unwürdig hab’ ich mich des Bundes angemaßt mit deiner Tochter. Schiller. Der Konstruktion mit dem Dativ ist der Vorzug zu geben.
anliegen ist nur mit dem Dativ zu verbinden, z. B.: Lag sie mir an mit unabläss’gem Flehn. Schiller. Der Akkusativ, der sich bei Lessing, Klopstock, Jean Paul, Putlitz u. a. findet, ist unrichtig und nicht zu gestatten.
begegnen regiert nur den Dativ und wird mit sein konjugiert, z. B.: Ich bin dir begegnet. Andere Konstruktionen, die bei Lessing, Schiller u. a. sich finden, sind nicht gut zu heißen.
belieben wird gewöhnlich unpersönlich konstruiert, z. B.: es beliebte dir, nicht zu kommen. Doch ist auch die persönliche Konstruktion nicht ungebräuchlich: Du beliebtest nicht zu kommen. Beide Konstruktionen sind statthaft.
bedeuten (in dem Sinne von: belehren, unterweisen) wird mit dem Akkusativ verbunden, z. B.: Therese bedeutete den Verwalter in allem; sie konnte ihm von jeder Kleinigkeit Rechenschaft geben. Goethe. — In dem Sinne: „zu verstehen geben“ regiert bedeuten den Dativ, z. B.: er ließ mir bedeuten, daß ich schweigen sollte.
beneiden regiert den Akkusativ: einen beneiden, einen um etwas beneiden. Um dies Vergnügen muß mich ein Prinz beneiden. Gellert. — Früher wurde beneiden zuweilen auch mit dem Dativ der Person und dem Akkusativ der Sache verbunden, z. B.: Die ganze Welt wird dir dein Glück beneiden. Ich beneide ihm diese Lobsprüche nicht. Lessing. Diese Konstruktion ist veraltet.
betten (d. i. ein Bett machen, eine Schlafstätte bereiten) regierte ursprünglich den Dativ. Stehe auf und bette dir selber. Apostelgesch. 9, 34. — Seit Goethe hat sich dagegen der Akkusativ eingebürgert, so daß betten so viel heißt wie: zu Bett legen, z. B.: Du bettest dich auf Stroh, man hat ihn schlecht gebettet usw. Beide Kasus sind statthaft.
bezahlen wird entweder bloß mit dem Akkusativ der Person verbunden, z. B.: ich bezahle dich noch heute, oder mit dem Dativ der Person und dem Akkusativ der Sache, z. B.: ich bezahle meine Schuld, ich bezahle dir meine Schuld.
dünken (deuchte, gedeucht, vgl. I, 167) regiert den Akkusativ: Mich dünkt. Der Dativ ist zu verwerfen.