ekeln. Man sagt entweder unpersönlich: Mir (besser als: mich) ekelt vor einer Sache; oder reflexiv: Ich ekle mich vor einer Sache; zuweilen kommt auch die Konstruktion vor: Die Sache ekelt mich (gewöhnlich: Die Sache ekelt mich an).

gelten (in der Bedeutung: betreffen, auf etwas gerichtet sein, etwas zum Ziele haben) wird mit dem Dativ verbunden, z. B.: Der Anschlag galt deinem Leben, die Kugel galt dir usw. Wird dagegen gelten unpersönlich gebraucht in der Bedeutung: es kommt an auf —, oder: es steht auf dem Spiele, so tritt die Sache, auf die es ankommt oder die auf dem Spiele steht, in den Akkusativ, z. B.: es gilt dein Leben, dein Vermögen, einen festen Entschluß, einen harten Kampf, eine rasche Entscheidung usw.

getrauen. Man sagt besser: „Ich getraue oder traue mich, etwas zu tun“, als: ich getraue mir, etwas zu tun.

helfen wird mit dem Dativ verbunden. Dein Glaube hat dir geholfen. Luther. — Früher wurde es mit dem Dativ nur in der Bedeutung: „beistehen, Hilfe leisten“ verbunden, dagegen in der Bedeutung: „fördern, weiter bringen“ mit dem Akkusativ. Was hilft dich’s, daß du in Ägypten zeuchst? Luther. All mein Wirken und Schonen hilft mich nichts. Goethe. Doch ist auch in dieser zweiten Bedeutung jetzt nur der Dativ üblich, z. B.: Das hilft dir alles nichts.

kleiden regiert nur den Akkusativ, auch in der Bedeutung: passen, stehen. Also: Dieser Hut kleidet dich (nicht: dir) gut.

kosten (in der Bedeutung: zu stehen kommen) kann sowohl mit dem Dativ, als auch mit dem Akkusativ verbunden werden: Dieses Werk hat mir oder mich viel Anstrengung gekostet, das Fest kostet ihm oder ihn viel Geld. Es kostet mich viel Zeit. Lessing. Es kostet dir ein einzig Wort. Schiller. Diese Tat kostet ihm oder ihn das Leben. — Ebenso wird: zu stehen kommen mit dem Dativ oder Akkusativ verbunden, z. B.: Diese Erkenntnis kommt ihm oder ihn teuer zu stehen.

liebkosen regiert ursprünglich den Dativ: Der Vater liebkost dem Knaben, ebenso in passivischer Form: Dem Knaben wird von dem Vater geliebkost. Der Gebrauch hat aber das Verbum in ein transitives verwandelt und gibt dem Akkusativ den Vorzug: Der Vater liebkost den Knaben und: Der Knabe wird von dem Vater geliebkost. Da sich der Akkusativ einmal eingebürgert hat, sind beide Kasus zu gestatten.

lohnen regiert den Dativ der Person und den Akkusativ der Sache, z. B.: Er hat mir meine Dienste übel gelohnt. — Es wird jedoch auch bloß mit dem Dativ der Person oder der Sache (die dann personifiziert erscheint) verbunden, z. B.: Ihm lohnt der Ton, der aus der Kehle dringt. Chamisso. Gott lohnt dem Fleiße. — Ferner kann lohnen auch bloß den Akkusativ der Sache oder der Person regieren, z. B.: Der Erfolg lohnt die Mühe, den Fleiß nicht. Wer hohen Muts sich rühmen kann, den lohnt nicht Gold, den lohnt Gesang. Bürger. — Das unpersönliche: es lohnt oder es lohnt sich dagegen wird mit dem Genitiv verbunden, z. B.: es lohnt der Mühe, es lohnt (oder verlohnt) sich nicht der Mühe.

nachahmen regiert den Dativ der Person und den Akkusativ der Sache: ich ahme dir etwas nach. — Es kann nun auch der bloße Dativ der Person stehen: er ahmt dem Horaz nach, oder der bloße Akkusativ der Sache: er ahmt die Oden des Horaz nach. — Doch kann auch die Person in den Akkusativ treten, und hier gilt folgende Regel: Bedeutet nachahmen so viel wie: „einem Vorbilde nachstreben“, so wird es mit dem Dativ verbunden, z. B.: das Kind ahmt dem Vater nach, er ahmt den größten Dichtern nach usw.; heißt es aber so viel wie: „nachbilden, kopieren“, so regiert es den Akkusativ, z. B.: der Schauspieler ahmt auf der Bühne täuschend einen Kranken, einen Dichter, einen Franzosen usw. nach. „Er ahme ihnen (den Menschen), aber nicht wie jener amerikanische Vogel, der die Stimme anderer Vögel nachahmt, unverständig und knechtisch nach.“ Herder.

nachsuchen ist intransitiv. Man sagt: ich suche um etwas nach. Doch findet sich nachsuchen auch transitiv gebraucht: ich suche etwas nach. Dem intransitiven Gebrauche ist aber der Vorzug zu geben.