Die einheimischen indischen Pariahunde sind zu tausenden auf den Straßen greifbar. Sie sind für jeden Bissen dankbar und folgen jedem freundlichen Blick. Allerdings sind sie zu nicht viel mehr als dem Aufstöbern des Wildes benutzbar, und wenn sie nicht scharf überwacht werden, fressen sie die halbe Beute auf, ehe man noch hinzukommen kann, ganz gleich ob es sich um eine Wachtel oder einen Büffel handelt.

Bei der Jagd auf Wildschweine, zu der diese Hunde vorzugsweise gebraucht werden, ist schon mancher von ihnen den Hauern des Ebers erlegen. Andererseits habe ich selbst beobachtet, wie drei von ihnen einen Eber durchaus weidgerecht niederhielten, bis er den Fangstoß erhielt.

Doch die besten Spürhunde in Indien sind unstreitig die Hindu-Schikari. Sie haben ein wunderbares Auge für jede Gattung Wild, sind untrüglich auf jede Entfernung und besitzen eine Art Witterung für die Tiere. Ihnen gegenüber hilft keine Schutzfarbe, und sie übertreffen den besten Feldstecher. Dazu besitzen sie eine staunenswerte Ausdauer und sind, im Vergleich zu uns, einfach unermüdlich.

Eberjagden

Trotz allen Erzählungen von und über Tigerjagden in den Dschungeln Indiens ist aber die gefährlichste und aufregendste Jagd unstreitig „Pigsticking“, auf Deutsch: Schweinestechen. Die Schweine jedoch, um die es sich hier handelt, sind die wilden Warzenschweine, und die Jagd findet zu Pferde mit der Lanze als einziger Waffe statt. Es ist die alt-germanische Jagd auf den „mächtigen Eber“ — den starken, blitzschnellen, gewandten und tapferen Keiler.

Eberjagd (Pigsticking)


GRÖSSERES BILD

Strecke einer Jagd in Bahraich
† Maharadscha, †† Rani Kanari, ††† Der Verfasser