Der Minister sagte feierlichst zu, was an ihm sei nicht zu verfehlen, damit der Kauf zustande komme, und Jakob reiste guten Mutes ab.
Bald darauf wurde ich, der ich damals erst kurze Zeit in der Staatsstellung zu Kapurthala war, zur Inspektion des Hauses beordert. Der Wahrheit gemäß berichtete ich, daß es in gutem Zustande, gut möbliert und allem Anschein nach auch mit einigen orientalischen Seltenheiten ausgestattet sei. Aber warum sollte der Maharadscha dieses Haus in Simla kaufen, da er doch am gleichen Orte schon ein anderes besitze? Und selbst das benutze er nicht, sondern zöge es vor, im Hotel abzusteigen! Die orientalischen Kuriositäten hätten für ihn, der sich viel mehr für europäisches Kunstgewerbe interessiere, doch kaum besonderen Wert. Und zum Schluß wäre das Geld für die bevorstehende Reise nach Europa besser zu verwenden.
Dies alles trug ich dem Maharadscha vor. Der letzte Punkt gab den Ausschlag, und der Kauf zerschlug sich. Ob dieser üblen Nachricht war Jakob sehr niedergedrückt. Er glaubte bemerken zu dürfen, daß er wohl das Trinkgeld dem unrichtigen Beamten zugespielt habe, was ihm aber eine echt deutsche Zurechtweisung eintrug.
War es mehr als meine Pflicht und Schuldigkeit gewesen, die Interessen des Maharadscha zu wahren, und hatte nicht der erfahrene Jakob ganz genau gewußt, daß der britische Sirkar bei der Wohnungsnot in Simla, und der Schwierigkeit, für Dschagatdschit Singh überhaupt die Erlaubnis zu erhalten, in Simla zu erscheinen, dem Maharadscha von Kapurthala niemals ein zweites Besitztum dort gestattet haben würde?
Was aber das Auftreten Jakobs in den Werken Kiplings anlangt, wo er als Surkan Sahib die Rolle eines bedeutenden Beamten im britisch-indischen politischen Geheimdienst spielt, so nehme ich an, daß Jakob ebenfalls durch seine Redensarten großen Eindruck auf den etwas leichtgläubigen Kipling gemacht hat. Daß er in Wirklichkeit dem britischen Sirkar als Geheimagent wertvolle Dienste geleistet hätte, ist mir ganz unbekannt. Jakob selbst hat mir nie davon gesprochen.
Sollte der Sirkar ihm wirklich wegen der Entdeckung von Verschwörungen und ähnlichem zu Dank verbunden gewesen sein, so hat er ihm mit dem Prozeß in Haiderabad schlecht gelohnt. Als er am Bettelstab war, hat ihm der Sirkar keinen Penny Unterstützung zukommen lassen. Von dem Nisam von Haiderabad dagegen erhielt er einen monatlichen Zuschuß von fünfhundert Rupien.
Heilige Affen in Mathura
Der Turm besteht aus rotem Sandstein
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