Þonnehyt timabyþ
D.Quandotempuserit.
Wære þuto dægbeswuncgen
M.Fuistihodieverberatus?
Icnæsfor-þamwærliceic meheold
D.Nonfui,quiacautemetenui.
Andhwþinege-feran
M.Etquomodotuisocii?
HwætmeahsastbeþamIc nedeoryppanþe
D.Quidmeinterrogasdehoc?Nonaudeopanderetibi
diglaúreAnra ge-hwylcwátgifhe beswuncgen wæsoþþena
secretanostra.Unusquisquescitsiflagellatus eratautnon.

Cynewulf. Wright (Biog. Brit. liter. A. S. Period. Seite 501 ff.) erwähnt einen angelsächsischen dichter Cynewulf, von welchem aus der vercellihandschrift und aus der exeterhandschrift drei religiöse gedichte, welche diesen namen in runen eingefügt enthalten, beigegeben sind. Ob dieser Cynewulf aber derselbe sei, den lateinische schriftsteller Kenulfus nennen, und welcher abt von Peterborough um das jahr 992 war und später im jahre 1006 bischof von Winchester wurde, ist unsicher und zweifelhaft. Der tod des letzteren erfolgte im jahre 1008.

Wulfstan. Endlich verdient noch Wulfstan, erzbischof von York und bischof von Worcester von 1003 bis 1023, in welchem jahre er starb, erwähnt zu werden. Er war der freund beider Alfric’s, von denen der jüngere für ihn die beiden hirtenbriefe in das Angelsächsische übersetzte. Wulfstan selbst schrieb einen hirtenbrief an das volk seiner kirchenprovinz, welcher erhalten und auf uns gekommen ist. Ausserdem schrieb er eine anzahl angelsächsischer predigten, welche unter dem namen des Lupus Episcopus bekannt sind. Die merkwürdigste dieser homilien ist im jahre 1012, vier jahre vor dem tode Athelred’s verfasst und trägt im manuscript die überschrift: Sermo Lupi ad Anglos, quando Dani maxime persecuti sunt eos.[103]

Aus der angeführten Predigt.
For-ðam hit is on us eallum swutol and ge-sene, þæt we ær ðysan oftor bræcon þonne we betton, and ðy is ðysse ðeode fela onsæge: Ne dohte hit nu lange inne ne ute: ac wæs here and hunger, bryne, and blodgyte on ge-wel hwylcum ende oft and ge-lome; Deshalb ist es uns allen deutlich und offenbar, dass wir vor diesem öfterer sündigten als wir uns besserten, und daher kommt das viele leid dieses volkes. Es taugte nun lange weder innen noch aussen, sondern es war hier hunger, brennen und blutvergiessen an jedem ende oft und unaufhörlich,
and us stalu and cwalu, stric and steorfa, orf-cwealm and uncoðu, hol and hete and rypera reaflac derede swyðe ðearle, and us ungylda swyðe ge-drehton, and us unwedera foroft weoldan unwæstma. und diebstahl und qual, pest und sterben, viehseuche und krankheit, verleumdung und hass und diebes überfälle belästigten uns übergewaltig, und ungerechte auflagen drückten uns sehr, und unwetter bereiteten sehr oft unfruchtbarkeit.
For-ðam on ðysum earde wæs, swa hit ðincan mæg, nu fæla geara unrihta fela, and tealte ge-trywð æghwær mid mannum. Deshalb waren in diesem lande, wie man es sich denken kann, nun viele jahre viele ungerechtigkeiten. und die treue wankt überall bei den menschen.