And tatt he loke wel þatt he an boc-staff write twiggess;
Eggwhær þær itt uppo þiss boc iss written o þatt wise;
Loke he well þatt hett write swa, forr he ne magg nohht elless
On Ennglissh writenn rihht te word, þatt wite he wel to soþe.[150]
Und wer wünschen wird, dieses buch wieder ein andermal zu schreiben, den bitt’ ich, dass er es schreibe recht, so wie dieses buch ihn lehrt, alles durchaus nach dem, wie es ist in diesem ersten exemplar, mit all’ solchem reime, wie er hier gesetzt ist, mit eben so vielen worten; und dass er wohl zusehe, dass er einen buchstab zweimal schreibe; überall, wo er in diesem buch geschrieben ist in dieser weise, sehe er wohl zu, dass er so schreibe, denn er kann nicht anders auf Englisch das wort richtig schreiben, das wisse er wohl als wahrheit.
Das in der Bodleyana zu Oxford aufbewahrte manuscript des Ormulum’s scheint des verfassers autographie zu sein; am ende ist ein blatt verloren gegangen.[151]
Nicholas von Guildford. Dem Nicholas von Guildford wird ein anderer überrest jener zeit des übergangs der angelsächsischen zur englischen sprache zugeschrieben, welcher aber nach seiner grösseren verderbtheit des alten idioms jedenfalls jünger ist als Layamon’s und Orm’s werk. An einer stelle des gedichtes, worin eine eule und eine nachtigall um den vorzug streiten, wird eines vor kurzem verstorbenen königs Heinrich gedacht, so dass der dichter wahrscheinlich um das jahr 1200 lebte. Die handschriften, welche dieses gedicht enthalten, befinden sich im brittischen museum und in der bibliothek des Jesus College zu Oxford.[152]
[ II. Die Entstehung der englischen Sprache.]
Die normännisch-französische zeit der englischen literatur geht mit dem anfange des 13. jahrhunderts allmälig zu ende. Das alte idiom, welches in seiner verstümmelung nur noch von dem ungebildeten volke gesprochen wurde, hörte dadurch von selbst auf, als schriftsprache brauchbar zu sein, indem es als solche von dem Französischen und Lateinischen[153] verdrängt worden war. Es findet sich daher während des ganzen 13. jahrhunderts eine lange lücke in der nunmehr englisch zu nennenden literatur, welche nur hin und wieder durch kleine lebenszeichen von dem vorhandensein des sächsischen elementes zeugniss giebt. Hierzu gehören einige metrische lebensbeschreibungen von heiligen, welche um das jahr 1250 zu setzen sein dürften. Auch findet sich eine versificirte betrachtung des heiligen Augustin, welche ohne zweifel in der zeit von 1244 bis 1258 geschrieben ist. In das jahr 1258 gehört eine proklamation Heinrich’s III. an das volk von Huntingdonshire, obwohl man annehmen kann, dass sie durch ganz England circulirte. Dieselbe lautet:
Proklamation Heinrich’s III.