Me befel a ferly,5) of fairy me thought.
I was weary forwandered, and went me to rest
Under a brood6) bank by a burn’s7) side;
And as I lay and leaned, and looked on the waters,
I slombered into a sleeping, it swayed so mury.8)
An einer stelle findet sich eine anspielung auf den im jahre 1360 mit Frankreich abgeschlossenen vertrag von Bretigny; an einer anderen wird des merkwürdigen sturmes vom 15. Januar 1362 als eines kürzlich vorgefallenen ereignisses gedacht. Es ist daher wahrscheinlich, dass das gedicht in diesem jahre oder bald nachher geschrieben worden ist. Dasselbe ist in Wright’s ausgabe in 20 abschnitte oder passus eingetheilt, von denen jeder eine besondere vision enthält. Die verbindung dieser abschnitte ist sehr lose, so dass das ganze eine zusammensetzung mehrerer gedichte zu sein scheint. Der rhythmus des gedichts hängt nicht von der anzahl der sylben, sondern von der anzahl der accente im verse ab. Nur die tonsylben sind von bedeutung für das metrum, der übrigen können mehr oder weniger sein. Der vers, in zwei hemistiche getheilt, besteht gewöhnlich aus vier tonsylben, von denen zwei auf das erste hemistich, und zwei auf das zweite hemistich kommen. Die beiden tonsylben des ersten hemistichs, sowie die erste des zweiten hemistichs enthalten die alliteration und beginnen mit demselben buchstaben. Zuweilen ist die alliteration auch bei den vier accentsylben beider hemistiche zu finden. Der inhalt des gedichts ist eine auseinandersetzung der hindernisse und versuchungen auf der bahn des lebens im moralisch-satyrischen style. Der hauptangriff ist gegen die fäulniss der kirche, gegen die scheinheiligkeit und weltlichkeit, die unwissenheit, unverschämtheit und sinnlichkeit des geistlichen standes gerichtet. Dieser umstand bewirkte, dass zur zeit der reformation im jahre 1550 die drei ersten auflagen des buches in einem jahre vergriffen wurden. Eigentlich ist nichts antirömisches mit rücksicht auf lehre oder verfassung der kirche darin zu finden, wie vielleicht später bei Chaucer; indessen riefen Piers Ploughman’s visions nachahmungen und fortsetzungen nach form und inhalt hervor, welche directere angriffe gegen die römische kirche enthielten.
Alliteration. Nach Langland’s vorgang wurden alliterirende verse von neuem beliebt und in gedichten von beträchtlicher länge, wie z. b. in dem gedichte über die im jahre 1399 erfolgte absetzung Richard’s II.[165] angewendet. Die romanzen William and the Werwolf, Alexander, die belagerung von Jerusalem und andere sind ebenfalls in alliterirenden rhythmen geschrieben, welche bis gegen das ende des 15. Jahrhunderts nicht ausser gebrauch kamen.[166]
Piers the Ploughman’s Creed. Die wichtigste nachahmung der „Visions“ ist ein gedicht unter dem titel Piers the Ploughman’s Creed, welches gegen das ende des 14. jahrhunderts geschrieben zu sein scheint, und von Reynald Wolfe im jahre 1553 in 4. zuerst, dann 1814 als eine fortsetzung der Visions von Whitaker, zuletzt aber von Th. Wright 1842 in verbindung mit den Visions herausgegeben worden ist. Es beginnt, wie es scheint, in der ursprünglichen schreibart (Percy’s Reliques seite 157):
Cros, and curteis Christ, this beginning spede
For the faders frendshipe, that fourmed heaven