Französich, die Sprache der Bildung. Die französische sprache war immer noch die sprache der bildung und im allgemeinen gebrauche bis in die regierungszeit Eduard’s III., unter welchem während des englisch-französischen erbfolgekrieges eine feindschaft zwischen dem englischen und französischen volke entstand, von welcher nicht bloss die politische, sondern auch die sprachliche sonderung eine folge war. Ranulph oder Ralph Higden, ein mönch des St. Werburg’s-stiftes in Chester schreibt in seinem lateinischen Polychronicon, welches mit dem jahre 1357 endet, dass das Französische immer noch zu seiner zeit die sprache war, welche die kinder gebildeter eltern von der wiege ab sprachen, und die einzige, welche in der schule den knaben gestattet war, so dass sogar die landleute sie gemeiniglich verstanden und sich mühe gaben, in ihr zu reden. Allein man sieht aus den worten Higden’s zugleich, dass die öffentliche meinung gegen diesen allgemeinen gebrauch des Französischen war, welches seine herrschaft nicht mehr der vorliebe, sondern nur noch der gewohnheit des volkes zu verdanken hatte. Der autor des Cursor mundi war der ansicht, dass die Engländer die französische sprache ablegen sollten, da die Franzosen sich nicht um das Englische kümmerten (Ms. Cott. Vespas. A. III. f. 2).

This ilk bok it es translate
Into Inglis tong to rede,
For the love of Inglis lede,
Inglis lede of Ingland,
For the commun at understand.
Frankis rimes her I redd
Comunlik in ilk sted.
Mast es it wroght for Frankis man,
Quat is for him na Frankis can?
Of Ingland the nacion
Es Inglisman thar in commun;
The speche that man wit mast may spede,
Mast thar wit to speke war nede.
Selden was for ani chance
Praised Inglis tong in France!
Give we ilkan thare langage
Me think we do tham non outrage.

Und in dem gedichte King Edward and the Shepherd wird die unwillige verwunderung des letztern über die bei hofe gesprochene fremde sprache in folgenden versen ausgedrückt (Ms. Cantab. Ff. v. 48. fol. 55).

The lordis anon to chawmbur went,

The kyng aftur the scheperde sent,
He was broȝt forth fulle sone;

He clawed his hed, his hare he rent,

He wende wel to have be schent,
He ne wyst what was to done.

When he French and Latyn herde,

He hade mervelle how it ferde,
And drow hym ever alone:

Jhesu, he seid, for thi gret grace,