In dieser weise lassen sich noch eine grosse anzahl französischer wörter nach ihrer damaligen, mit der romanischen übereinstimmenden aussprache aus Chaucer’s gedichten feststellen, z. b. servíce, limitóur, solémpne, langáge, mariáge, contrée, confessión, absolutión, penánce, pitánce, acquaintánce, vitáille, scolére, Amasónes, mentióun, citée, magnificénce, uságe, lináge, honóur, senatóur, curát, villáge u. s. w.

Accent französischer Wörter. Dieselbe art, die französischen wörter zu accentuiren, findet sich auch bei Chaucer’s englischen und schottischen Zeitgenossen Gower, Barbour, ferner bei den dichtern der nächstfolgenden zeit, schottischen sowohl als englischen, bei könig James I., Robert Henryson, William Dunbar, Gawin Douglas, David Lyndsay, John Lydgate, Andrew Wyntoun, Blind Harry, und ebenso auch in den alten gedichten Chevy Chase, The Battle of Otterbourne, The Not-Browne Mayd. Erst zu anfang des 16. jahrhunderts hat der germanische accent den romanischen mit geringen ausnahmen besiegt. Bei John Skelton, Thomas Wyatt und dem Earl of Surrey findet sich nur noch selten eine abweichung von dem gegenwärtigen accent der französischen wörter, obwohl selbst Spenser noch nicht vollständig frei davon ist, wie stanze VIII. der Fairy Queen Book VII. Canto 7 beweist.

In a | fayrĕ plain | upon an e|quall hill,
She pla|ced was | in a | pavi|lión;
Not such | as crafts|men by | their i|dle skill
Are wont | for prin|ces státĕs | to fa|shión:
But th’ Earth | herself, | of her | ownĕ mo|tión,
Out of | her fruit|ful bo|som madĕ | to growĕ
Most dain|ty trees; | that, shoot|ing up | anon,
Did seem | to bow | their bloom|ing heads | full lowĕ,
For ho|mage un|to her, | and likĕ | a thronĕ | to shew.

Die wörter pavilión, fashión, motión müssen einen um so stärkeren accent auf der endsylbe haben, da diese die reimsylbe zu dem auf der zweiten sylbe scharf betonten anon ist.

Accent angelsächsischer wörter. Was die wörter angelsächsischer abkunft anlangt, so hat namentlich das particip auf ing bei Chaucer gewöhnlich diese sylbe accentuirt. Diese selbe erscheinung findet sich bei seinen zeitgenossen und nachfolgern während des 15. jahrhunderts, ja spuren dieser eigenthümlichen accentuation begegnet man sogar noch bei Spenser gegen ende des 16. jahrhunderts, z. b. in seiner Fairy Queen Book VII. Canto 7.

Seekíng | for right, which I of thee entreat.
Dammníng | all wrong and tortious injury.
Ridíng | together both with equal pace.

Ferner sind die wenn auch abgeschwächten vocal-überreste der sächsischen beugungssylben, welche in neuerer zeit ganz weggefallen, oder als stumme zeugen der vergangenheit gewöhnlich nur die dehnung des vokals in der vorhergehenden sylbe bezeichnen, bei Chaucer noch hörbar und meist nur dann metrisch stumm, wenn sie unmittelbar vor dem anfangsvokal des folgenden wortes stehen, während sie bloss ausnahmsweise elidirt werden, sobald sie ihren platz zwischen consonanten einnehmen. Als beispiel der behandlung dieser angelsächsischen endsylben, welche auch auf die schwachen, späterhin stummen oder wegfallenden endsylben der französischen wörter übertragen wird, möge der anfang des prologs zu den Canterbury Tales dienen:

Whanné | that A|pril wíth | his shóu|res só|te
The dróugh|tĕ of Márch | hath pér|ced tó | the ró|te,
And ba|thed év|ĕry véi|nĕ in swíche | licóur
Of whích|ĕ vertú|ĕ engéndred ís | the flóur.
Whan Zé|phirús | ekĕ with | his só|te bré|the
Enspí|red háth | in év|ĕry hólt | and hé|the
The tén|dre cróp|pes, ánd | the yón|ge són|ne
Hath ín | the Rám | his hál|fe cóurs | yró|nne, u. s. w.

Die gleiche rhythmische geltung dieser alten angelsächsischen endsylben finden wir bei Chaucer’s zeitgenossen und unmittelbaren nachfolgern auf dem felde der englischen oder schottischen poesie bis zu Spenser herab, bei welchem jene alten beugungssylben und ausgänge der wörter zwar spärlich vorkommen, aber doch noch vorhanden sind, wie folgende verse aus der Fairy Queen, Book VII. Canto 7 zeigen:

That wéll | mag sée|men trúe: | for wéll| I wée|nĕ
Then lét me ásk | you thís | withóu|ten blá|mĕ.