»Und werden du und deine Gefährten Freunde Perus und des Inkas sein?«

»Almagro ist ein Freund Perus und auch seine Gefährten werden es sein.«

»Und wenn ich dich liebe, wird uns nachher die stumme Abwesenheit trennen?«

»Ah! nein Coya, wenn du mich liebst, bin ich der Glücklichste der Menschen; nur der Tod könnte mich deinen zarten Armen entreißen. Mit dir würde ich den Morgenstern aufgehen sehen, mit dir würde ich die Sonne durch den weiten Himmelsraum stürzen sehen, mit dir würde ich ihr Antlitz zum Untergange neigen sehen und unter süßen Liebkosungen sieht auch der Mond auf uns hernieder.«

»Ja, Almagro, ich verehre dich auch; hier in meinem Busen erstickte ich im Stillen die reine Liebe, die mir deine feurigen Blicke einflößten.«

»Und du liebst mich, Coya!...«

»Ob ich dich liebe, und mein Gott kündigt mir deine Liebe als einen schwarzen Unstern an.«

»Nein, meine Schöne, stille deine Erregung, dieser glückliche Augenblick wird der Anbruch günstiger Tage sein. Coya wird meine ganze Wonne sein, ich werde nur für Coya leben, Coya wird der Gegenstand meiner Anbetung sein.«

»Oh! wenn es uns vergönnt wäre, in sanfter Ruhe von Liebe zu reden.... Aber Almagro, wir entweihen diese heilige Nacht, wo einzig fromme Verehrung und schuldige Achtung vor den Todten

herrschen soll, mit Liebesworten; lebe wohl, meine Krieger erwarten mich schon. Lebe wohl.«