»Nein, redliche Jungfrau, deine Liebe ist so unveränderlich wie die Sterne; aber du selbst hast es gesagt, unsere Liebe werde ein schwarzer Unstern sein.«

»Sprich, was für ein Geheimniß....«

»Höre, schöne Coya. Kaum schloß ich gestern zum Schlaf die Augenlider, als mir mein Schutzengel in wunderbarer Gestalt im Traume erschien. ›Und so beleidigst du deinen Gott,‹ wiederholte er mit Donnerstimme, ›daß du eine Götzendienerin liebst! Fliehe vor ihren Liebkosungen und fordere nicht den Zorn des allmächtigen Gottes heraus.‹«

»Und dein ungerechter Gott wird unsere unschuldige Liebe stören!«

»Ach, Coya, ihn nicht zu lieben, wäre ein Verbrechen, er ist der Vater des Gottes, den du anbetest.«

»Die Sonne überschüttet uns mit ihren unermeßlichen Gaben und fordert von uns nur unschuldige Opfer an Früchten, welche sie uns ertheilt, sie fordert keine Herzensopfer von uns.«

»Du kennst die Macht der von Osten Gekommenen und wirst die Macht ihres Gottes ahnen können. Ewig, allmächtig, unbegreiflich, beten wir seine Rathschlüsse an und forschen nicht nach den Ursachen.«

»Es ist wahr, er muß sehr mächtig sein, seine Söhne sind unverwundbar und schleudern Blitze.«

»Und wirst du ihn nicht lieben?...«