»Ja, ich liebe ihn auch, weil er dein Gott ist.«

»Und würdest du, deinen falschen Lehren entsagend, nicht das Wasser der Taufe empfangen und dem Glauben an Jesus nachfolgen?«

»Nein, Almagro, auch die Sonne ist mächtig, sie ist der Gott meiner Ahnen, der Gott meines Vaterlandes und ich bin ihre Tochter.«

»Und also, Coya, sprichst du den verhängnißvollen Beschluß unserer ewigen Trennung aus? Mein Gott verbietet mir, eine Götzendienerin zu lieben, und ich allein kann seine ewigen Rathschlüsse erfüllen.«

»Und so ein schwarzes Verbrechen und so ein barbarisches Opfer wird dein Gott von einer Unglücklichen fordern?«

»Ich verehre dich, Coya; ich kann nur dein Bestes wollen, mir hat das Schicksal gewährt, tiefere Wahrheiten zu durchdringen. Deine ewige Glückseligkeit, Coya, hängt davon ab, ob du den Glauben deines Almagros umarmst.«

»Es ist wahr, dir haben die Götter mehr Geheimnisse geoffenbart, dein Gott ist, obschon ich ihn nicht kenne, mächtiger als der Meine; unsere Liebe erfordert es, du befiehlst es mir, so werde ich denn das Wasser der Taufe empfangen.«

»Oh! Bild der Götter, komm an mein vor Liebe und Dankbarkeit entbranntes Herz....«

»Ein ewiges Geheimniß aber wird meine finstere Abtrünnigkeit bedecken?«