»Mein Einfluß und deine Liebe wären hinreichend gewesen, um ihn zu retten, aber die peruanischen Bataillone fielen über unsere Zelte her, der Kampf entbrannte, vielleicht sollten wir mit fortgerissen werden, und die Wache, welche den Inka bewachte, mußte unsere Reihen verstärken. An deiner Seite, dich vor den tödtlichen Streichen der Waffen rettend, erfuhr ich nichts, noch hätte ich etwas verhüten können.«

»Und nachdem er in die Flammen geworfen worden war, übergaben sie seine Asche dem Wind. Die adeligen Krieger, welche ermattet oder verwundet in eure Gewalt geriethen, verließen, frevelhaft mit dem Dolche bedroht, ihren Gott, oder wurden zu Sklaven gemacht, oder in die Flammen geworfen, eure aber, welche vor unsern Waffen wichen, leben....«

»Ja, Coya, vielleicht ein Irrthum, aber ich bin unschuldig.... Glaube mir, das unerbittliche Schicksal hat mit unsern Waffen das verhängnißvolle Ende des Reiches der Inkas bezeichnet; müde, die götzendienerische Herrschaft auf Erden zu dulden, hat der gerechte Gott den Befehl zur Ausrottung gegeben; fliehe aus seinen Trümmern, komme zu mir in mein Lager, die Liebe wird ihr zauberhaftes Entzücken spenden.«

»Meinen wohlthätigen Gott habe ich verlassen und noch genügt es dir nicht, ich soll mein Vaterland und

die Tugend verlassen! Ah! wie sagte mir doch mein Herz, daß deine Liebe ein schwarzer Unstern sein mußte!«

»Es wird kein schwarzer Unstern, es wird der Regenbogen der Ruhe und des Glückes sein. Du betest meinen Gott an und in ewigen Banden werden wir die Liebkosungen miteinander austauschen.«

»Nur durch deine Verführung verließ ich die Altäre des Gottes des Tages, und seither zeigt er mir, bleich und trübe, vor meinen Augen seinen Zorn an, und dies ist dein größtes Verbrechen und meine größte Qual.«

»Von deinem Almagro verehrt, von dessen Gefährten geliebt, eile in seine Arme, fliehe vor dem Untergang, womit der Himmel dein Land bedroht.«

»Ich werde, ohne dem Gotte, den du mich hast anbeten heißen, undankbar zu sein, unter seinen Trümmern begraben werden; mit den Waffen in der Hand werde ich für die Freiheit Perus sterben.«

»Dein Wohl und meine Glückseligkeit gebieten es.«