Erstlich kann ein Kamm verwendet werden, dessen Nadeln nicht gleichmäßig stehen, sondern so, daß nach je einem oder zwei engen Zwischenräumen ein breiterer kommt.
Zweitens kann, indem man den Schnitt mit dem Kamme ein zweitesmal, aber in der entgegengesetzten Richtung durchzieht, der sogenannte zurückgezogene Kammmarmor hergestellt werden.
Drittens kann der Kammschnitt nochmals in bestimmten Formen gezogen werden, indem mit einem zweiten Kamme, ähnlich dem ersten, Figuren, Windungen oder Schnecken beschrieben werden. Der zu diesem Zwecke dienende Kamm wird nicht aus Nadeln, sondern aus hölzernen Stiften gebildet, die gleichweit, je 3 bis 6 cm, von einander stehen, weil der erste Marmor den Nadeln nicht genügend folgen würde. Der Kamm muß in diesem Falle schmaler sein als das Becken der freien Bewegung wegen, die man mit ihm auszuführen hat.
Fig. 39 a. Zugformen für Kammschnitt.
Der verwendbarste Marmor dieser Art ist der sogenannte Pfauenmarmor; er erfordert jedoch eine besondere Art Doppelkamm zum Durchziehen, der folgendermaßen angefertigt wird.
Ein kleines Brettchen, etwas kürzer als das Becken breit ist, wird mit zwei Reihen kleiner Bohrlöcher versehen, deren eins vom anderen etwa 2 bis 2½ cm entfernt ist; die Löcher der zweiten Reihe stehen jedesmal genau mitten zwischen denen der ersten. In jedes Bohrloch wird ein dünner, unten leicht zugespitzter Holzstift eingeleimt.
Anordnung der Holzstifte des Doppelkammes für Pfauenmarmor.