Was würde nun unser Pfarrer von Ufenau zu dieser Wendung der Dinge sagen, wenn sie ihm ein fahrender Schüler des zwanzigsten Jahrhunderts anvertrauen würde? Würde er glauben, daß Herr Köpernick umsonst gewacht hat? Sicherlich nicht. Der Wechsel des Standpunktes, den Kopernikus vornahm, war der erste Schritt zur Wahrheit. Der Erdstandpunkt des Ptolemäischen Systems mußte zuerst einmal aufgegeben und durch den Sonnenstandpunkt des Kopernikanischen ersetzt werden. Indem Kopernikus Sonne und Fixsterne stillstehen und die Erde wandern hieß, erhielt er ein vereinfachtes Weltbild. Die Raumkrümmung wird von diesem Standpunkt aus so gering wie möglich, der Raum erscheint so euklidisch, als es nach Lage der Sache sein kann. Deshalb wird der Kopernikanische Standpunkt für alle Zeiten dem rechnenden Astronomen und dem beobachtenden Erdbewohner die besten Dienste leisten. Aber dieser Standpunkt ist nicht mehr der einzig mögliche. Es ist zwar sehr unpraktisch, aber nicht mehr falsch zu sagen: Die Erde ruht und die Sonne wandert. — Darüber hinaus sehen wir mit E i n st e i n den wahren und endgültigen Standpunkt darin: alle Standpunkte souverän zu umfassen, je nach der besonderen Aufgabe den Standpunkt besonders zu wählen und zu der Überzeugung vorzudtingen: Die Natur ist, unabhängig von dem wechselnden menschlichen Standpunkte, immer gleich groß und gleich gesetzmäßig.

[GEGENWARTSFRAGEN DES DEUTSCHEN WIRTSCHAFTSLEBENS
VON UNIVERSITÄTSPROFESSOR DR. GOETZ BRIEFS (WÜRZBURG)]

Anmerkung: Der Aufsatz wurde Ende August 1921 abgeschlossen. G.B.

Wer dieses Thema liest, möchte leicht geneigt sein, es umzuändern in: die Fraglichkeit des deutschen Wirtschaftslebens. Und wer sich mit dem vollen Ernst dieser Fraglichkeit erfüllt hat und sieht, welche Zusammenhänge heute von der Wirtschaft in alle anderen deutschen Lebens gebiete bis in die Kultur, in die politische Freiheit und das Volksleben ausstrahlen, möchte wohl von der Fraglichkeit des deutschen Lebens im ganzen sprechen und die düstersten Zukunftsbefürchtungen daran anschließen.

Zu jäh ist für uns alle dieser Titanensturz, den Volk und Reich seit jenen tragischen Juli- und Augusttagen 1914 erlebt haben. Wir sind wie betäubt vom Sturz. Wir wissen nur eines: Nicht am Boden liegen bleiben! Sonst ist Ehre, Reich und Volk auf immer verloren. Wo standen wir? Wo stehen wir? Das sind die festen Punkte, an denen wir Richtung nehmen, um uns zunächst einmal mit der vollen Schwere dessen zu erfüllen, was geschehen ist, und um an ihnen zu ermessen, was nun geschehen soll.

Wo standen wir? Wir jüngere Generation kennen aus eigenem Erlebnis der Vorkriegszeit nur das starke, stolze Reich, das im Inneren Einigung und Blüte, nach außen schimmernde Wehr und hohe Geltung besaß. Die Reibungen unseres innerpolitischen und wirtschaftlich-sozialen Lebens schienen uns Wachstumsschmerzen, die keinen verschonen, aber mit denen man fertig wird. Unsere Weltgeltung stand auf der Stärke einer gewaltigen Kriegsmacht und einer Wirtschaftsmaschine von unerhörter Leistungsfähigkeit, aber auch auf sozialen Kulturtaten und geistigen Leistungen, die vorbildlich waren. Mit diesen Eindrücken von Macht, Größe und Reichtum erfüllte sich unsere Seele. Wer von uns draußen war, sah auf allen Meeren, in allen Ländern die Zeichen eines aufstrebenden, gewerbefleißigen, "in allen Künsten und Hantierungen geschickten" Volkes, das im Herzen Europas saß und von dort aus das Reich seines wirtschaftlichen und technischen Unternehmungsgeistes aufbaute. Das war das Deutschland der jüngsten Vorkriegsgeneration. Ihre Väter und Großväter noch hatten das andere alte Deutschland gekannt, jenes Deutschland, das weltpolitisch und weltwirtschaftlich nicht viel mehr als ein geographischer Begriff, "Provinz" war; jenes Deutschland, dessen Getreideausfuhr der Londoner Produktenbörse den Namen "Baltic" gab, jenes bäuerlich-handwerkerliche Deutschland, das oft genug auslaufende fremde Schiffe mit Sand als Ballast befrachten mußte, weil ihm Waren zur Ausfuhr fehlten, jenes Deutschland, dessen Vorstellung für Gladstone noch in der Mitte des vorigen Jahrhunderts verbunden war mit Ärmlichkeit, Spießbürgertum, viel Militär und einem Bündel von Kleinstaaten. Und greift man nun zurück auf die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, dann taucht man in die schwere Luft eines kontinentalen bäuerlich-handwerkerlichen Volkstums ein, das politisch nicht zu eigener Form kam, dessen Ohnmacht im Konzert der Völker mit seiner Zersplitterung wetteiferte, und das im ganzen mehr Objekt als Subjekt der hohen Politik war. Wenn in jenen Zeiten der deutsche Name in fremden Landen respektvoll genannt wurde, dann war es um der Werte des G e i s t e s willen. Wer von den großen Geistern unserer klassischen Zeit war Prophet und Seher genug, vorauszuschauen, was aus diesem Volke im Laufe zweier oder dreier knapper Generationen werden sollte! Wer von ihnen h o f f t e auch nur auf jene Wendungen in unserem Geschick, die wir als Volk bald nahmen? Dem Briten die See, dem Franzosen das Land, dem Deutschen das Reich des Geistes: das war jene nicht etwa schmerzvoll den Tatsachen entnommene, sondern aus innerstem Bewußtsein gewertete Teilung der Erde, die Schiller in einem seiner Gedichte vor Augen hat. Freilich: das konnte der Dichter wohl nicht ahnen, daß das "Luftreich der Gedanken" der Boden sein werde, auf dem der beispiellose deutsche Aufstieg in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reifen würde. Man möge in dem trefflichen Buche: "Die deutsche Volkswirtschaft im 19. Jahrhundert" selbst nachlesen, was Sombart mit großer Meisterschaft der Darstellung zu erzählen weiß von dem Leben der dritten Generation vor uns, von ihrem Schaffen und Mühen, von der Kleinheit — und so schien uns wenigstens in den reichen Tagen der Vorkriegszeit — Ärmlichkeit dieses Lebens! "Eine an Dürftigkeit grenzende Einfachheit" allerorten, in Wirtschaft und Staat, im privaten Leben und in der Gesellschaft!

Beengt, klein, dürftig blieb im ganzen genommen das Dasein unseres Volkes bis in hohe Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts. Gewiß, es kamen schon stärkere Impulse; im Westen und Süden regte sich industrielles Leben, das in Friedrich List den genialen Anwalt seiner Bedeutung für das ganze Volkstum fand. Aber der eigentliche Aufmarsch der deutschen Wirtschaft zu jener Stärke und Geltung, in deren Bewußtsein wir aufgewachsen sind, liegt sehr erheblich später. Noch in den sechziger Jahren hatten wir eine stärkere Getreideausfuhr als Einfuhr; erst 1873 verschwand der letzte Getreideausfuhrüberschuß, der Weizenüberschuß. Es war damals noch nicht die Konkurrenzunfähigkeit der deutschen Landwirtschaft die Ursache der Einfuhrüberschüsse bei Getreide, sondern die verstärkte Hinwendung der Landwirtschaft zum Kartoffel-, Futtermittel- und Rübenbau. Aber diese Wendung leitete eine wirtschaftliche Umwälzung ein: an der Zuckerrübe wurde eine der ersten und blühendsten deutschen Industrien wach, auf den Kartoffelböden des Ostens entstand eine landwirtschaftliche Nebenindustrie (Brennereien und Stärkefabriken) von großer Bedeutung. Im Westen und Süden entwickelte sich im Anschluß an eine alte Tradition des Gewerbefleißes eine Industrie der Textilien, des Eisens und der Kohle; sie hatte jahrzehntelang einen schweren Stand gegenüber der hochentwickelten englischen Industrie wie auch gegenüber dem französischen und belgischen Wettbewerb, der teilweise mit Ausfuhrprämien arbeitete. Aufschwungsimpulse von größter Bedeutung waren die Reichseinigung, die Kriegsentschädigung von 1870 und das gehobene Nationalgefühl, das nach dem glorreichen Kriege durch das deutsche Volk ging. Die Bevölkerung wuchs von Jahrzehnt zu Jahrzehnt in starken Rhythmen, das industrielle Leben entfaltete sich, wenn auch über Wellentäler von Depressionen weg, so doch im ganzen stark und nachhaltig; die Schutzzollgesetzgebung von 1879 kräftigte jenes Doppelfundament der deutschen Wirtschaft, Industrie und Landwirtschaft gegen die vom Weltmarkt her drohenden Erschütterungen. Wenn schon in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts die deutsche Industrie- und Reichtumsentfaltung den ausländischen Beobachtern so überraschend — und gestehen wir auch das, in mancher Hinsicht überstürzt und gewaltsam — vorkam, so waren das nur Auftakte zu jener ungeheuren, fast möchte man sagen: elementaren Expansion, die mit dem neuen Jahrhundert einsetzte.

Drei Züge kennzeichnen diesen neuen Abschnitt der deutschen Wirtschaftsentfaltung: das Aufschießen von Riesenbetrieben, zumal in der Kohlen- und Eisenindustrie, in der chemischen und Elektrizitätsindustrie; weiterhin der Organisationsprozeß der deutschen Wirtschaft in Gestalt von Betriebskombinationen, Kartellen, Syndikaten, Interessengemeinschaften usw.; und drittens das Vordringen der wissenschaftlich fundierten Industriewirtschaft, mit anderen Worten: der wirtschaftlichen Auswertung naturwissenschaftlicher Forschungen einerseits, andererseits des Aufbaues von Betrieben und Unternehmungen nach Methoden, die wissenschaftlich auf ihre höchste Zweckmäßigkeit ausgeklügelt sind. Während Großbetriebe, Kartelle und Truste Ergebnisse von Tendenzen sind, die alle moderne Wirtschaft in fast allen Ländern kennzeichnen, ist der Weg zur Wirtschaft über die Wissenschaft ein spezifisch deutscher Weg gewesen; seine geistigen und sittlichen Voraussetzungen lagen nur hier in der Stärke und Reinheit vor, die nötig waren, ihn zu beschreiten und zu erobern. Jedenfalls ist das Schrittmaß der deutschen Wirtschaftsentwicklung unter dem Antrieb jener neuen Organisationsformen und Produktionsmethoden so schnell, daß in seinem Gefolge schwerwiegende Erscheinungen im Inneren des deutschen Volkskörpers auftauchten. Noch schwerer wiegende nach außen!

Ein wachsendes Volk auf schmaler Rohstoffbasis! Was das wachsende Volk an Nahrung und Kleidung brauchte, konnte der deutsche Boden allein nicht hergeben; die Einfuhr mußte über eine Million Tonnen Brotgetreide und für eine Milliarde Mark (Goldmark!) Futtermittel zuschießen; dazu Milliardenbeiträge für Wolle, Baumwolle, Erze usw. Wir könnten diese wenigen Angaben noch vermehren um den Hinweis auf den stark anwachsenden Tonnengehalt unserer Handelsflotte, die Ausweise unserer Banken, die deutsche Kapitalanlage im Auslande, unsere Steuerkraft und vieles andere mehr. Doch genug der Zahlen! Sie sind heute schmerzvolle Erinnerungen. Wer sich sinnfällig den Unterschied des damaligen und des heutigen Deutschlands vergegenwärtigen will, überlege nur einen Augenblick den Wert der Mark von heute gegenüber dem der alten Goldmark. Der Unterschied redet eine Sprache, die auch der Einfältige versteht.

Und doch müssen wir noch einmal vom alten Deutschland reden, ehe wir uns dem armen Deutschland unserer Tage zuwenden, und zwar nach einer doppelten Hinsicht. Ein Volk, das keine Hoffnung mehr sieht und auf Generationen hinaus Wüstenwanderung vor sich hat, gibt sich auf. Haben wir dazu Anlaß? Wir hätten Anlaß dazu, wenn alle Wurzeln unserer Vorkriegsblüte verdorrt wären. Stellen wir fest, welches diese Wurzeln waren. 1. La n d als Grundlage von Ackerbau und Viehzucht, Land als Fundstätte von Rohstoffen und Kraftquellen, Land als räumliche Grundlage von Leben und Wohnen. Nach allen drei Richtungen haben wir schmerzvollste Verluste erlitten, aber keine, die nicht mehr oder minder zu mildern wären. 2. Die natürliche Lebenskraft der N a t i o n: Arbeitskraft, Geschlechtsverteilung, Altersaufbau, Gesundheit. Auch hier sind schwere Einbußen zu verbuchen, aber wiederum keine, die nicht auszugleichen oder zu ertragen wären. 3. K a p i t a l k r a f t, Vermögensmacht, Reichtum, "Wohlstand": hier liegt die gewaltigste Einbuße vor, diejenige auch, die am wenigsten von heute auf morgen ausgeglichen werden kann. Hier ist Anlaß, in der Tat von einer hochgradigen Verarmung zu reden. Teils ist sie eine Folge der Erschöpfung unserer Reichtumsquellen durch den Krieg, teils der Ausplünderung und Ausraubung durch den Frieden. Wenn es heute ein "Proletariervolk" im Sinne eines Volkes, das in Dürftigkeit von der Hand in den Mund lebt, gibt, dann sind w i r e s. Wir sind das Proletariervolk, auf das für Jahrzehnte hinaus ungeheuerliche Verpflichtungen gelegt sind. Wir sind ein verarmtes, ausgeraubtes Volk, das noch von seiner Hände Arbeit und von seiner Armut Fabelsummen in Gold ausgepreßt bekommt. Hier liegt der Punkt, wo die Wirtschaftslage in das allgemeine Leben des ganzen Volkes auf Jahrzehnte hinaus empfindlich einzuschneiden droht. Alle Kultur, alle Zivilisation, alle Bildung des Geistes und des Herzens, alle soziale Fürsorge, alle gute Verwaltung, alle Schaffung von Recht und Sicherheit hängt mit tausend Fäden an der Wirtschaftsblüte; sie entscheidet über das Leben ungeborener Geschlechter, und vor allem darüber, ob der junge Aufwuchs der Nation an Leib und Seele verkrüppelt und verwildert aufwächst oder nicht; sie entscheidet darüber, ob Mitteleuropa zurücksinkt in die stumpfe Dumpfheit und Stickigkeit einer geistig und physisch elenden Volksmasse, und weiterhin darüber, ob sich damit die Nachtschatten über ganz Europa senken. Denn man kann nicht das Mittelstück eines Kultur- und Zivilisationszusammenhanges mit frevlen Händen herausbrechen und sich dabei einbilden, das könnte den Anschlußstücken in Ost und West von Vorteil sein. Die wirtschaftliche Erschöpfung bei gleichzeitiger Überbürdung mit Verpflichtungen ist der Boden der schlimmsten Gegenwartsbefürchtungen; an diesem Punkte kann a l l e s fraglich werden. Ob die Befürchtungen sich verwirklichen, hängt ab von der Freiheit, die man unserer Arbeitskraft, unserer Unternehmungslust und unserem Erfindergeist im fremden Lande gewähren wird, und hängt nicht zuletzt ab von der tätigen Hilfe in Gestalt von Krediten, Rohstoffvorschüssen und vor allem Verpflichtungserleichterungen, die uns das Ausland gewährt 4. S i t t l i c h e E i g e n s c h a f t e n: Arbeitswilligkeit, Arbeitsfreude, Arbeitsdisziplin, Sparsamkeit, Genügsamkeit, Wille zum Vorwärtsstreben, Mut zum Leben. Wer will behaupten, daß diese Eigenschaften, die gewiß zeitweise getrübt und in manchen Einzelgruppen heute noch geschwächt sind, im ganzen unerträglich gelitten hätten? Nur interessierte Böswilligkeit oder Unverstand kann derartiges behaupten. Festzustellen ist wohl, daß das Maß der Leistungen nicht so stürmisch und ungezügelt ist wie früher. Aber das hat seine besonderen Gründe in schlechter Lebenshaltung, wirtschaftlichen Beengungen durch den Friedensvertrag und seine Folgen und ist übrigens zu einem Teil eine verständliche Reaktionserscheinung auf de ungeheueren Anforderungen der letztem sieben Jahre. 5. D e r d e u t s c h e S t a a t. Sicher war das alte Staatsgefüge mit seiner inneren Ordnung, seiner Stärke und Macht nach außen ein gewichtiger Hebel wirtschaftlichen Aufstiegs. Zweifellos hat die allgemeine Heerespflicht Eigenschaften geweckt und gefördert, Sachverhalte geschaffen, die der Wirtschaft zugute kamen. Was ein starker, politisch unabhängiger Kultur- und Machtstaat der Wirtschaft zu bieten vermag, weiß kein Volk besser als das deutsche. Wir müssen uns mit dem Gedanken vertraut machen, daß unser Staat von heute so schwer nach außen und innen zu tragen hat, so überbürdet ist mit Aufgaben und toten Lasten, daß ihm die Wirtschaft eher helfen muß, als er der Wirtschaft helfen kann. Das sind Folgen des Krieges und des Friedens, Folgen aber auch der gerade in Deutschland so weit verbreiteten Neigung, in allen Nöten des Lebens nach dem Staate zu rufen. Und doch ist es nicht so, wie mancher wohl gelegentlich denken möchte, als ob der Staat von heute nur eine tote Last unserer Wirtschaft sei. Auch heute lebt die Wirtschaft auf dem Boden des staatlich gesicherten Rechtes und der staatlich gewährleisteten Ordnung. Und vor jedem vorschnellen Urteil sollte man bedenken: Das Staatsgefüge in Deutschland hat eine ungeheuere Anspannung und Probe ausgehalten, ohne unterzugehen! Gewiß, es hat sich neue Formen geschaffen; es ringt in manchen Hinsichten noch mit sich selbst und den neuen Verhältnissen — aber das Wesentliche ist gesichert: im neuen Staate sind die Unterlagen des Wirtschaftslebens und die Voraussetzungen eines wirtschaftlichen Aufbaues gegeben. Es ist Aufgabe des Staates, auf seinem Gebiete der Wirtschaft aufzuhelfen; es ist Aufgabe der Wirtschaft, mit ihren Mitteln den Staat zu stützen. Die Vorstellung, es könne eines von beiden o h ne e das andere gedeihen, ist eine gefährliche Illusion.