»Arten, welche nicht wanderten, sich also nicht veränderten, starben allmählich aus.«[6]

»Die tätigeren und intelligenteren Menschenpaare isolierten sich …., schwächliche und dumme Menschenexemplare gingen damals wohl meist zugrunde.[7]

»Neue Menschenrassen werden [heute und in Zukunft. Verf.] nicht mehr entstehen, nur Bastardrassen durch häufige Mischung der jetzt bestehenden Hauptrassen. Völlige Isolierung einzelner Familien und Stämme durch eine lange Reihe von Generationen ist bei den jetzigen Verkehrsverhältnissen nicht mehr möglich. Damit fehlt aber die Grundbedingung der Rassenbildung.«[8]

Die geographische Absonderung hätte demnach eine doppelte Bedeutung: 1. Durch sie würde Reinzucht innerhalb einer Sippe durchgeführt werden. 2. Die veränderten Lebensbedingungen würden die Organisation der Individuen, die sich ihnen durch die Aufsuchung der neuen Wohnstätten ausgesetzt haben, modifizieren: »Veränderte Lebensbedingungen,« sagt Wagner, »geben den Anstoß zu einer Steigerung der individuellen Variabilität. Isolierung von den Artgenossen beginnt dann den Anfang einer Rasse.«[9]

[8. Zusammenhang vorstehender Grundsätze mit der Fortentwicklung der Menschheit.]

Für den Aufbau meines Plans zur generativen Höherentwicklung des Menschen ist nun alles, was in den besprochenen Thesen der Deszendenztheorie zweifelhaft ist, belanglos. Ich bedarf vielmehr nur der feststehenden von ihnen. Dadurch gewinnen meine Voraussetzungen Gewißheit.

Die Grundsätze[10] der Bildung einer tüchtigen Rasse, Varietät oder Art sind demnach:

1. Das Vorhandensein des notwendigen Materials in Gestalt brauchbarer spontaner Variationen.

2. Die Erblichkeit dieser Variationen.