3. Genügende Fruchtbarkeit.

4. Auslese.

5. Reinzucht.

6. Blutmischung (hierauf wird später bei der Behandlung der menschlichen Rassenbildung eingegangen werden).

Beim Menschen sind nun, wie sofort ersichtlich, alle diese Erfordernisse ohne weiteres gegeben mit Ausnahme der Auslese und der Reinzucht. (Von der Blutmischung sehen wir vorläufig ab, da die Frage später erledigt wird).

Das Problem lautet also: Welche Prinzipien führen Auslese und Reinzucht herbei? Zunächst unterscheide ich bei dem Angehen dieses Problems nicht zwischen Menschen und Tieren. Es gibt folgende mögliche Prinzipien der Auslese und Reinzucht:

1. Den Kampf ums Dasein. Er züchtet rein mechanisch von dem Zeitpunkte an, wo die Eigentümlichkeiten der Einzelindividuen eine so hohe Ausbildung erlangt haben, daß sie tatsächlich von Vorteil oder Nachteil im Leben sind. Wahrscheinlich ist dabei die negative Seite die Hauptleistung des ganzen Kampfes ums Dasein, d. h. die Ausmerzung der Unfähigen.

2. Geographische Absonderung. Dieses Prinzip wurde von Moritz Wagner eingeführt, um zu deuten, wie die Auslese und Reinzucht zustandekommen können, ohne allein auf den unzulänglichen Kampf ums Dasein angewiesen zu sein.

3. Keimauslese.