Die höchsten geistigen Eigenschaften sind dem Manne zugeteilt worden. Bei der Beurteilung der geistigen Merkmale werde ich daher vom Manne ausgehen; denn ich kann sie nur bei ihm in vollkommenster Entfaltung sehen.
Die höchste körperliche Eigenschaft dagegen, Schönheit, ist dem Weibe zugefallen. Hinsichtlich des Schönheitsideals werde ich also aus dem entsprechenden Grunde wie oben mich am Weibe orientieren.
Wir werden also auch bei der Auslese der Tüchtigsten natürlich vom Manne die höchsten geistigen Eigenschaften und von der Frau die größte Schönheit verlangen.
Allein, sowohl in geistiger, als auch in leiblicher Beziehung gibt es je einen Faktor, der an praktischer Bedeutung alle andern überragt. Auf diese beiden Faktoren werde ich daher bei beiden Geschlechtern den gleichen Wert legen und außerdem ihr Vorhandensein als eine der Mindestforderungen aussprechen, die erfüllt sein müssen, um einen Menschen noch als zur Auslese geeignet erscheinen zu lassen.
Dieser geistige Faktor ist der Charakter (Wille, Gesinnung): er ist der Kern des Menschen überhaupt, seine Seele. Es unterliegt zwar keinem Zweifel, daß er in vollendetster Ausprägung beim Manne vorkommt; doch ist der Unterschied gegenüber dem Weibe bedeutend geringer als derjenige hinsichtlich der übrigen Geistesgaben. Es gibt erfahrungsgemäß auch Frauen von außerordentlicher Seelengröße. Deswegen, und weil der Charakter den Kern jedes Menschen bildet, ist es besser, über jenen kleinen Unterschied hinwegzusehen und bei beiden Geschlechtern die höchsten Anforderungen an den Charakter zu stellen.
Jener oben genannte körperliche Faktor ist Gesundheit. Sie ist die leibliche Grundlage aller menschlichen Vervollkommnung.
Vorzüglichkeit des Charakters und Gesundheit sind also unerläßliche Bedingungen der Zulassung zur Auslese und Reinzucht.
Im übrigen werden die Merkmale der Geistesgröße, die beim Manne gefunden worden sind, auch als Maßstab für das Weib genommen; jedoch wird bei ihr nicht das Höchste hierin verlangt. Ebenso werden die Kennzeichen der Schönheit des Weibes für den Mann zugrunde gelegt, doch auch wieder in untergeordneter Weise.