Sie küßte Helene zärtlich. Savade trat hinzu und küßte ehrfurchtsvoll ihre Hand.

In diesem Moment trat die kleine Dora ein. Scheu blieb sie an der Tür stehen.

„Komm, Dora, komm mein Kind,“ rief ihr die Mutter zu. „Ich will Dir etwas erzählen.“ Sie küßte die Kleine heftig und führte sie zu Savade. „Dieses ist Herr Savade. Gib ihm einen Kuß, mein Kind.“

„Weshalb denn, Mama?“

„Weil ich Dich darum bitte, mein Kind.“

Die Kleine zögerte immer noch. Da beugte sich die Mutter tief über sie, daß ihr das Blut in die Wangen stieg, und flüsterte ihr etwas in’s Ohr. Trotzig wandte sich das Kind ab. „Ich habe meinen Papa. Ich will keinen anderen Papa.“

„Aber Dora!“ rief Frau Lamondt etwas heftig.

„Laß das Kind, Helene,“ fiel Savade ein. „Wir werden später gute Freunde werden.“

Am Abend reiste er ab. In schmerzhafter Seligkeit hing Helene an seinem Hals.