Sie nickte.
„Aber jetzt meine Mutter.“ Hastig schritt sie zur Klingel, dem auf das Geläute hin erscheinenden Mädchen trug sie auf, Frau van Hoeven in den Salon zu bitten.
Schon nach wenigen Minuten erschien die alte Dame.
Helene warf sich stürmisch an ihre Brust.
„Aber Helene, was ist denn?“ fragte die Mutter. Sie war keine Freundin übertriebener Gefühlsäußerungen. In ihr war noch das javanische Blut lebendig, und die erste Vorschrift javanischer Etikette ist strenge Förmlichkeit.
„O Mutter, von heut ab beginnt mein wahres Lebensglück. Wir bitten um Deinen Segen.“
Die Alte stand ratlos. Da trat Savade vor und begann:
„Gnädige Frau, ich habe um die Hand Ihrer Tochter angehalten und soeben das Ja-Wort bekommen. Helene und ich bitten um Ihren Segen.“
„Mein Herr,“ begann Frau van Hoeven, „ich bin zu überrascht, um etwas Schickliches vorbringen zu können. Die bisherige Handlungsweise meiner Tochter kann ich nicht billigen; die augenblickliche verstehe ich noch nicht recht. Aber ich weiß, daß sie das Beste will und ich sehe, daß Sie ein Ehrenmann sind. So gebe ich denn Euch beiden so viel Segen, wie eine Mutter nur geben kann.“