„Das erste Gebot jeder Religion ist Wahrheit gegen sich selber. Und die üben wir, wenn wir jenen töten. Im übrigen, wie kannst Du von Mitleid reden? Denn hat nicht Deine Religion mitleidlos verbrannt, was sich ihr widersetzte?“

„Wo es uns selber betrifft, da üben wir Mitleid. Wo aber Gott beleidigt wird, da strafen wir erbarmungslos.“

„Ebenso üben wir Mitleid, wo es uns selber betrifft. Wo aber unsere Seelen geschädigt werden, da strafen wir erbarmungslos.“

Indem jener weiße Sahib und jene jungen Brahmanen so miteinander stritten, kam ein buddhistischer Mönch des Wegs daher. Den beschlossen sie als Schiedsrichter zu wählen.

Als nun jede der beiden Parteien ihn den Streitfall vorgetragen hatte, sagte er zu den jungen Brahmanen:

„Kennt Ihr denn jene Weltseele, um derenwillen Ihr andere Wesen schädigen wollt?“

„Nein, wir selber kennen sie nicht, aber die Rishis lehren es und sie wissen mehr als wir.“

Darauf wandte sich der Mönch an den weißen Sahib, den Christen:

„Kennst Du jenen Gott, um dessenwillen Ihr andere Wesen schädigt?“