Als aller Sand hindurchgeglitten war, blieb ihm ein Gegenstand in der Hand zurück, bei dessen Anblick es ihn wie ein Schlag durchzuckte. Fort waren die Gedanken vom Fluß aller Dinge und strahlend stand eines vor ihm: Glück, Liebe, Lucia! Wie Wolkenschichten ziehen die Gedanken in uns, eine Schicht über der andern, und wenn ein frischer Windstoß die unteren Wolken zerreißt, so lugen oben die Lämmerwölkchen durch, die in entgegengesetzter Richtung ziehen. Volle Ruhe ist nur, wo nicht mehr Strömung und Gegenströmung ist: die windstille, wolkenlose Ruhe des Wissens.
„Wie viel forderst Du für den Stein?“ fragte ihn der Händler.
„20000 Rupien,“ erwiderte er ohne Besinnen, „und das Reisegeld von hier bis Kolombo.“
Der sah ihn verwundert an und zahlte. Er mochte das Dreifache dafür wieder bekommen; denn es war ein Edelstein, wie er seit vielen Jahren nicht mehr gefunden war.
Daß unser Held sich auf dem Wege von Ratnapura nach Kolombo nirgends aufhielt, läßt sich heute noch nachweisen, weil er Extrapost nahm, und in den Postbüchern Tag und Stunde von Abreise und Ankunft verzeichnet stehen.
Wie er ging und stand begab er sich zu de Soysa.
„Hier sind 20000 Rupien. Gib mir jetzt Deine Tochter.“
Der ließ sich erzählen. „Du hast Glück“ sagte er dann. „Glückskind bist du,“ sagte er noch mal fast neidisch, „erstens weil Du den Edelstein gefunden hast und zweitens: Was nutzt einem Verliebten ein Diamant, groß wie ein Mangokern, wenn die Liebste nicht mehr da ist!“
„Wie meinst Du das?“