Zu diesem Mönch kam eines Tages ein Mönch aus dem Norden der Insel. Der erzählte von der Heiligkeit der Plätze dort oben, so daß den Anderen ein Verlangen ankam, dort Ehrfurcht zu erweisen. Als nun sein Besucher ihn aufforderte, mit ihm nach Norden zu gehen, da stand er, wie er gerade dasaß, auf und sagte: „Gut, so laß uns gehen!“ Der Andere aber hatte allerhand Habseligkeiten bei sich, die er im Pánsala niedergelegt hatte, so daß er nicht sogleich aufbrechen konnte. Da sagte der Tissamaharama-Mönch: „Du bist kein rechter Jünger des Erhabenen. Es dürfte besser sein, allein zu gehen.“ Damit wandte er sich und trat unverzüglich seine weite Reise an; denn von Tissamaharama bis Mihintale sind wohl zwölf Tagemärsche oder mehr.
Dieser Mönch nun trat, als er auf seiner Wanderung durch Anuradhapura kam, vor des reichen Brahmanen Haus und wartete schweigend auf Almosen; denn er wußte nicht, daß dieser die Bhikkhus verspottete und kahlgeschorene Pfaffen schimpfte.
Der Brahmane saß gerade in der offenen Vorhalle seines Hauses beim Essen und hatte viele und reiche Gerichte vor sich, wie es so seine Gewohnheit war.
Als nun der Mönch herantrat und schweigend am Tore stehen blieb, da, wo an jeder Seite ein kleiner Elefant aus Stein den Eingang bezeichnete, da wandte er sich ein wenig seitwärts, gleichsam als ob er ihn nicht sähe; denn er war nicht nur ein Verächter des Dharma, sondern auch ein Geizhals. Suriyagoda aber war damals etwa zwölf Jahre alt.
Als nun der Knabe sah, daß sein Vater dem Mönch nicht geben wollte, trat er auf diesen zu und sagte, gleichsam um seinen Vater zu entschuldigen: „Er genießt die Frucht früherer Taten.“ Er meinte: Mein Vater lebt jetzt üppig, weil er in früheren Leben Gutes getan hat, wofür ihn jetzt der Lohn trifft. Worauf der Mönch, ohne den gesenkten Blick vom Boden zu erheben, erwiderte: „Und ich lehre die Frucht früherer Taten.“
Bei diesen Worten wurden die Augen des Knaben weit. Wie unschlüssig stand er da, dann sagte er leise:
„Wenn du die Frucht früherer Taten lehrst, so will ich mit dir gehen.“
„So mußt du zuvor deinen Vater um Erlaubnis bitten.“
Da trat der Knabe auf den Essenden zu und sagte: „Vater laß mich mit diesem da gehen.“ Und mit einer Stimme, die gedämpft war vor verhaltener Leidenschaft, fügte er hinzu:
„Er lehrt die Frucht früherer Taten.“