„Du bist toll! Wir verlieren einen ganzen Tag. Das Geld läuft Dir fort, nicht die Braut.“
Verdrießlich saß Wijasingha im Coupé neben seinem schnarchenden Schwiegervater. Der Zug lief durch diese endlosen Reisfelder, die von Areka- und Kokos-Palmenwäldchen unterbrochen waren. Es war anmutig, aber eintönig. Er griff aus langer Weile die Zeitung, die dem Schlafenden aus den Händen gefallen war. Für ihn stand nichts darin.
Jetzt begann die Steigung der Bahn. Die Luft wurde frischer, leichter, die Bilder ringsum immer kühner, gewaltiger. Aus Ausschnitten lugten wilde Felsmassen gleich Türmen und Burgen; tief, tief unten im Tal lachte das helle Grün der Reisfelder, deren regelmäßige Furchen wie gemalt aussahen. Und wenn der Ausblick sich rückwärts in die Ebene eröffnete, so glitt das Auge wie in die Unendlichkeit.
Sein Entzücken stieg. Er war fast versucht, den Schlafenden zu wecken. Ihm war es solch eine Freude, wenn jemand neben ihm stand und ihm sagte: „Wie wunderschön!“
Sie waren jetzt fast auf der Kammhöhe. Der Alte gab einen Ton von sich, als wenn er im Erwachen wäre. Wijasingha hielt es nicht länger aus.
„Sieh nur, Vater!“ rief er.
Der Alte rieb sich die Augen. „Was ist los?“
„Sieh nur die Aussicht.“
De Soysa spuckte gleichgültig aus. „Steine genug,“ meinte er. „Unsere Aussichten sind in Galgulum.“ Damit drehte er sich nach der anderen Seite und schnarchte weiter.
Sie übernachteten in Mātale, dem Endpunkt der Bahn. Am nächsten Morgen fuhren sie mit der Post nach Galgulum weiter, von zwei Leuten begleitet, welche de Soysa mit tiefster Ehrfurcht behandelten.