Und dabei geschah es, daß er nicht nur sich quälte, sondern auch andere, indem er seine Ochsen schlecht behandelte, so daß alle redlich Denkenden sich von ihm abwandten.

Als er einstmals einen Ochsen so geschlagen hatte, daß ihm Blut von den Weichen tropfte, warnten ihn die anderen und sagten: „Denk’ an Deine nächste Geburt.“ Aber Wijasingha, der schon ganz verkommen war, antwortete roh: „Kümmert Ihr euch nur um euch selber.“

Da erschraken die anderen Karrentreiber und sagten unter sich: „Was können wir tun? Es kommt auf sein Karma.“

Eines Tages hatte er in der Nähe von Pallai einem Weibe am Wege einige große Mangos abgekauft und wollte gerade die nötigen Kupfer aus dem Gürtel ziehen, um zu bezahlen, als ein Weißer des Weges kam, der gleichfalls bei dem Weibe stehen blieb, um Mangos zu kaufen.

Da nahm das Weib Wijasingha die Mangos wieder ab und gab sie dem Weißen, weil er mehr zahlte. Wijasingha aber wurde darüber aufs höchste aufgebracht und da er weder am Weibe noch an dem Weißen seine Wut auslassen konnte, so ließ er sie an sich selber aus, indem er all sein Geld in der nächsten Taverne vertrank.

Als es nun zum Abend ging, wo die Karrenführer ihren Reis nehmen, hatte er kein Geld, um sich eine junge Kokosnuß für den Kurry zu kaufen. Daher stieg er, als es dunkel geworden war, auf einen Palmbaum, um eine zu stehlen.

Sei es nun, daß die Eile, oder die Dunkelheit oder der reichliche Branntwein schuld waren — oben, dicht unter der Krone, stürzte er ab und brach das Genick. In Ceylon sagt man aber, daß, wer beim Besteigen eines Palmbaumes verunglücke, ein schlechter Mensch sein müsse. Wie weit das freilich für Wijasingha zutrifft, will nicht ich entscheiden.

Der Abt von Kelanya aber pflegte ihn als Beispiel anzuführen, wenn er über das Wort des Buddha predigt, daß die Lehre, falsch befolgt, wie ein Messer sei, daß man bei der Schneide fasse. Es nütze nichts, sondern verletze nur die Hand und gäbe nichts als Schmerz und Schaden.