Offenbar betroffen blickten beide hoch.
Der Fremde grüßte, wie es Leute wohl in plötzlicher Verlegenheit tun.
Dieses Gefühl schien der Sprecher selber zu haben; denn gleichsam, um sich mir gegenüber in eine andere Lage zu bringen, begann er ein Gespräch.
Es waren so gleichgültige Sachen, wie eben Reisende, die sich zufällig treffen, mit einander reden.
Wir gingen zusammen den schmalen Pfad zum Ort hinab, ich neben dem Alten, seine Begleiterin ein Stückchen hinter uns.
Der Alte war eine jener Persönlichkeiten, die wir „interessant“ nennen. Groß, hager, graubärtig, ein Kopf, der an Leonardo da Vinci erinnerte.
Im Gespräch stieß ich zufällig an einen der Olivenbäume, die den engen Pfad begrenzen. Mein Physik-Buch fiel zur Erde, und alle meine Notizen, auf vielen einzelnen Blättern niedergeschrieben, flogen auseinander.
Während ich eilig zusammenraffte, war die Begleiterin des Alten herangekommen und half mir im Aufsuchen.
Wir richteten uns beide gleichzeitig auf und unsere Augen trafen sich voll im gleichen Moment.
Wenn ich heute an diesen Augenblick zurückdenke, heute, wo mein Haar schon zu grauen beginnt, so erscheint er mir immer noch als der merkwürdigste meines Lebens. Wie einen Menschen ein Schlag trifft, so wußte ich: Mein Schicksal hat mich getroffen.