Wie geärgert wandte sie sich etwas zur Seite.
Savade antwortete statt ihrer: „Wir haben uns über Philosophie unterhalten, etwas lebhaft.“
Lamondt lachte lustig. „O, nun wird mir alles klar! Also immer noch das alte Steckenpferd.“
„Lamondt,“ fiel Savade mit künstlicher Ernsthaftigkeit ein, „versündige Dich nicht an der heiligen Philosophie.“
„O, ich weiß! Du gehörst ja auch mit zur Gilde. Nun, schon gut, alter Freund. Im übrigen sehe ich, ist das Essen fertig. Aber,“ unterbrach er sich schnell, „hast Du denn schon unser Mädchen gesehen?“
Savade verneinte.
Lamondt sah lachend seine Frau an: „Vor Philosophieren keine Zeit gehabt.“
Er klatschte in die Hände, und nach einem Weilchen trat die Wärterin ein, das Kind an der Hand führend. Lamondt nahm die Kleine in die Arme und herzte sie, als ob er einen langen Durst stillen müßte. Jubelnd schwenkte er sie hin und her und hielt sie dem Gast dicht vor’s Gesicht. „Da, sieh’ mal Du! Ist das noch nichts?!“
Savade versuchte zu schäkern, aber das Kind wandte sich ab. „Sie ist etwas scheu“ sagte Frau Lamondt entschuldigend.