Nach einigen Minuten stellte ein kleines Mädchen, ohne etwas zu sagen, gekochtes Gemüse und sauber von frisch gepflückten grünen Blättern umhüllte Früchte vor meine Tür. Ich war hungrig. Und ebenfalls ohne ein Wort zu sagen, nahm ich es an.

Kurz darauf ging der Mann an meiner Hütte vorüber und fragte lächelnd, ohne stehen zu bleiben:

– Païa?

Ich erriet: Bist du zufrieden?

Das war der Beginn gegenseitiger Vertraulichkeit zwischen mir und den Wilden.

„Wilde!“ dieses Wort kam mir unwillkürlich über die Lippen, als ich diese schwarzen Wesen mit den Kannibalen-Zähnen betrachtete. Doch bald erkannte ich ihre echte, ihre fremdartige Anmut ... Wie jenes braune Köpfchen mit den sanften niedergeschlagenen Augen, jenes Kind unter Büschen großer Blätter des Giromon mich eines Morgens ohne mein Wissen beobachtete und entfloh, als mein Blick dem seinen begegnete ...

Wie sie mir, war ich ihnen ein Gegenstand der Beobachtung und eine Ursache des Staunens, einer, dem alles neu war, der nichts kannte. Denn ich kannte weder ihre Sprache, noch ihre Gebräuche, selbst nicht die einfachsten notwendigen Handgriffe. – Wie jeder von ihnen für mich, war ich für jeden von ihnen ein Wilder.

Und wer von uns beiden hatte recht?

Ich versuchte zu arbeiten, machte allerlei Notizen und Skizzen.

Aber die Landschaft mit ihren starken, reinen Farben blendete mich, machte mich blind. Ich war immer unentschieden, suchte und suchte ...