Der Antrag des Greises wurde einstimmig angenommen.

Ein kluges und gutes Volk, dachte ich, als ich abends nach Hause kam.

Aber am folgenden Tage, als ich mich nach dem Beginn der gestern verabredeten Arbeit erkundigte, merkte ich, daß niemand mehr daran dachte. Das tägliche Leben nahm wieder seinen Gang, und die von dem weisen Ratgeber bezeichneten Häuser blieben zerfallen wie zuvor.

Auf meine Fragen erhielt ich nur ein ausweichendes Lächeln zur Antwort.

Aber gerunzelte Brauen zogen bedeutsame Linien in diese träumerischen Stirnen.

Ich zog mich verwirrt, aber mit dem Gefühl zurück, eine tüchtige Lektion von meinen Wilden erhalten zu haben. Sie taten wahrlich recht, dem Vorschlag des Greises beizustimmen. Vielleicht hatten sie auch recht, dem gefaßten Entschluß nicht weiter Folge zu leisten.

Wozu arbeiten? Die Götter sind da, ihren Getreuen von den Gütern der Natur zu spenden.

– Morgen?

– Vielleicht! aber was auch geschehen mag, heiter und wohltätig wird die Sonne morgen aufgeben, wie sie es heute getan.

Ist das Sorglosigkeit, Leichtsinn, Unbeständigkeit? Oder vielleicht tiefe Philosophie? – Wer weiß? Hütet euch vor dem Luxus! Hütet euch, unter dem Vorwande der Vorsorge Geschmack daran zu finden und ihn für notwendig zu halten ...