Das Leben gestaltete sich täglich besser. Ich verstehe die Sprache der Maories jetzt ziemlich gut und werde sie bald ohne Mühe sprechen können.
Meine Nachbarn – drei ganz in der Nähe und andere zahlreiche in einiger Entfernung voneinander – betrachten mich als einen der Ihren.
In der fortwährenden Berührung mit den Kieselsteinen sind meine Füße abgehärtet und an den Boden gewöhnt. Mein fast beständig nackter Körper leidet nicht mehr unter der Sonne.
Die Zivilisation verläßt mich allmählich.
Ich fange an einfach zu denken, nur wenig Haß gegen meinen Nächsten zu empfinden – eher ihn zu lieben.
Ich genieße alle Freuden des Lebens – animalische wie menschliche. Bin alles Erkünstelten, aller Konvention, aller Gewohnheiten ledig. Ich komme der Wahrheit nahe, der Natur. Mit der Gewißheit, eine Reihe freier, schöner Tage wie der heutige vor mir zu haben, senkt sich Friede auf mich herab, ich entwickle mich normal und beschäftige mich nicht mit unnützen Dingen.
Ich habe einen Freund gewonnen.
Er ist von selber zu mir gekommen, und ich darf gewiß sein, daß kein niedriger Eigennutz ihn dazu veranlaßt hat.
Es ist einer meiner Nachbarn, ein schlichter, sehr schöner, junger Bursche.
Meine farbigen Bilder und meine Holzschnitzereien haben seine Neugierde geweckt; meine Antworten auf seine Fragen haben ihn belehrt. Es vergeht kein Tag, an dem er mir nicht beim Malen oder Schnitzen zuschaut ...