– Ich aber schwur, daß es meine Absicht sei, diesmal wiederzukommen.
Später (ich wagte nicht zu lügen), später wüßte ich noch nicht ...
Schließlich ließen sie mich ziehen.
* * *
Ich weiche von dem Weg ab, der am Strande entlang geht, und schlage einen schmalen Pfad durch tiefes Dickicht ein. Der Weg führt mich so weit ins Gebirge, daß ich nach Verlauf einiger Stunden ein kleines Tal erreiche, dessen Bewohner noch nach altem maorischem Brauch leben.
Sie sind still und glücklich. Sie träumen, sie lieben, schlafen und singen, – sie beten, und das Christentum scheint noch nicht bis hierher gedrungen zu sein. Deutlich sehe ich die Statuen ihrer Gottheiten vor mir, obwohl sie in Wirklichkeit längst verschwunden sind, besonders die Statue der Hina, und die Feste zu Ehren der Mondgöttin. Das Götzenbild, aus einem einzigen Block, mißt zehn Fuß von einer Schulter zur andern und vierzig Fuß in der Höhe. Auf dem Haupte trägt sie in Gestalt einer Kappe einen riesigen Stein von rötlicher Farbe. Um sie herum wird nach altem Ritus der Matamua getanzt, und das Vivo[4] stimmt seinen Ton je nach der Farbe der Stunde froh, heiter oder düster und traurig ...
Ich setze meinen Weg fort.
In Taravao – dem weitest entfernten Distrikt von Mataïéa, am andern äußersten Ende der Insel – leiht ein Gendarm mir sein Pferd, und ich trabe an der von Europäern wenig besuchten Küste entlang.
In Faone, einem kleineren Ort vor dem bedeutenderen Itia, ruft mich ein Eingeborner an.
– He! Mann, der Menschen macht! (er weiß, daß ich Maler bin.) Haëré mai ta maha (Komm und iß mit uns: die tahitische Formel der Gastfreundschaft).