– Was tatest du in der Stadt? Du hast Frauen besucht, solche, die auf Märkten tanzen und trinken, die sich Offizieren und Matrosen und jedem geben ...
Ich ließ mich auf keinen Streit ein, und die Nacht ward süß – süß und feurig, eine Tropennacht.
Tehura war bald sehr liebevoll und vernünftig, bald ausgelassen und sehr übermütig. Zwei entgegengesetzte Wesen – ohne viele andere unendlich verschiedene mitzurechnen – in einem vereint, die sich gegenseitig Lügen straften und in betäubender Geschwindigkeit unvermittelt aufeinander folgten. Sie war nicht veränderlich, sondern doppelt, dreifach, hundertfach: das Kind einer alten Rasse.
Eines Tages kommt ein Hausierer, der ewige Jude – er macht die Inseln unsicher wie das Festland – und bringt ein Kästchen mit Schmucksachen aus vergoldetem Kupfer an.
Er breitet seine Waren aus, und alle umringen ihn.
Ein Paar Ohrringe gehen von Hand zu Hand. Die Augen der Frauen leuchten, jede möchte sie haben.
Tehura runzelt die Brauen und sieht mich an. Ihre Augen reden sehr deutlich. Ich stelle mich, als ob ich sie nicht verstände.
Sie zieht mich in eine Ecke:
– Ich will sie haben!
Ich erkläre ihr, daß dieses Zeug in Frankreich gar keinen Wert habe, daß sie aus Kupfer seien.