– Ich will sie haben!

– Nicht doch! Für solche Dummheit 20 Francs bezahlen! Das wäre eine Torheit. Nein.

– Ich will sie haben!

Und mit leidenschaftlicher Zungenfertigkeit, die Augen voll Tränen, dringt sie in mich:

– Wie, würdest du dich nicht schämen, diesen Schmuck in den Ohren einer andern zu sehen? Einer dort spricht schon davon, sein Pferd zu verkaufen, um seiner Vahina die Ohrringe zu schenken!

Ich kann auf diese Torheit nicht eingehen und schlage ihr es zum zweitenmal ab.

Tehura blickt mich starr an, ohne noch ein Wort zu verlieren, und weint.

Ich gehe fort, komme wieder zurück, gebe dem Juden schließlich die zwanzig Francs – und die Sonne scheint wieder.

Zwei Tage später war ein Sonntag. Tehura macht große Toilette. Das Haar wird mit Seife gewaschen, dann in der Sonne getrocknet und schließlich mit duftendem Öl eingerieben. In ihrem schönsten Kleide, eins von meinen Taschentüchern in der Hand, eine Blume hinterm Ohr und mit – nackten Füßen geht sie zum Tempel.

– Und deine Ohrringe? frage ich.