Tehura verzieht verächtlich den Mund:

– Sie sind ja aus Kupfer!

Und mit lautem Lachen überschreitet sie die Schwelle der Hütte und geht, plötzlich wieder ernst geworden, davon.

Die Mittagsruhe verbringen wir, wie an jedem andern Tage, schlafend oder träumend nebeneinander. Vielleicht sieht Tehura in ihrem Traume andere Ohrringe glitzern.

Ich möchte alles vergessen, was ich weiß, und immer schlafen ...

* * *

Eines Tages bei schönem Wetter – auf Tahiti keine Ausnahme – beschlossen wir, uns morgens aufzumachen, um Freunde zu besuchen, deren Hütte zehn Kilometer von der unsrigen entfernt war.

Da wir um sechs Uhr aufgebrochen waren, legten wir den Weg in der Kühle schnell zurück und langten schon um acht Uhr an.

Wir wurden nicht erwartet: die Freude war groß, und nach beendeter Begrüßung machten sie sich auf die Suche nach einem Schwein, um uns ein Fest zu bereiten. Es wurde geschlachtet und dem Schwein noch zwei Hühner beigesellt. Eine prachtvolle, am Morgen gefangene Tintenschnecke, einige Bananen und andere Früchte vervollständigten das reichliche Mahl. Ich machte den Vorschlag, in der Zeit bis zum Mittagessen die Grotten von Mara zu besichtigen, die ich oft von fern gesehen hatte, ohne jemals die Gelegenheit zu finden, sie aufzusuchen.