Drei junge Mädchen, ein Knabe, Tehura und ich, eine lustige kleine Gesellschaft, hatten das Ziel bald erreicht.
Vom Wegrand aus könnte man die fast ganz von Guavabäumen verdeckte Grotte einfach für einen Felsenvorsprung oder eine etwas tiefere Spalte halten. Aber biegt man die Zweige zurück und gleitet man einen Meter weiter hinunter, so ist keine Sonne mehr sichtbar, man befindet sich in einer Art Höhle, deren Grund an eine kleine Bühne mit hochroter, scheinbar etwa 100 m weit entfernter Decke erinnert. Hie und da an den Wänden glaubt man riesige Schlangen sich langsam dehnen zu sehen, um an der Oberfläche des inneren Sees zu trinken. Aber es sind Wurzeln, die sich einen Weg durch die Felsspalten bahnen.
– Ob wir ein Bad nehmen?
Ich erhalte zur Antwort, daß das Wasser zu kalt sei, und abseits werden lange, von Lachen unterbrochene Unterhandlungen geführt, die mich neugierig machen.
Ich gebe nicht nach, und endlich entschließen die Mädchen sich, sie legen ihre leichten Gewänder ab, und mit dem Paréo umgürtet, sind wir bald alle im Wasser.
– Toë, toë! rufen alle einstimmig.
Das Wasser plätschert, und ihre Rufe werden von tausend Echos zurückgeworfen, die das toë, toë wiederholen.
– Kommst du mit mir, frage ich Tehura und zeige auf den Grund.
Bist du toll? Da hinunter, so weit! Und die Aale? Da hinunter wagt man sich nie!
Und anmutig schwang sie sich leicht auf das Ufer, wie einer, der stolz ist, so gut schwimmen zu können. Aber ich bin auch ein guter Schwimmer, und obwohl ich mich nicht gern allein so weit fort wagte, steuerte ich auf den Grund zu.