Durch welch seltsames Phänomen der Luftspiegelung mochte er sich aber immer mehr von mir entfernen, je angestrengter ich mich bemühte, ihn zu erreichen? Ich drang immer weiter vorwärts, und von allen Seiten blickten die großen Schlangen mich spöttisch an. Einen Augenblick glaubte ich eine große Schildkröte schwimmen zu sehen, ihr Kopf ragte aus dem Wasser, und ich unterschied zwei starre, glänzende Augen, die mich argwöhnisch anschauten. – Torheit! dachte ich: die Meerschildkröten leben nicht in süßem Wasser. Dennoch (bin ich denn wirklich ein Maorie geworden?) kommen mir Zweifel, und es fehlt wenig, daß mir schaudert. Was sind das nur für breite, stille Wellen da vor mir? Aale!

– Ach was, diese lähmende Empfindung von Furcht muß abgeschüttelt werden!

Ich ließ mich senkrecht hinunter, um auf den Grund zu kommen. Doch ich mußte wieder hinauf, ohne daß es mir gelungen war. Vom Ufer rief Tehura mir zu:

– Komm zurück!

Ich wende mich um und sehe sie sehr weit und ganz klein.

Warum geht die Entfernung auch hier bis ins Unendliche? Tehura ist nur noch ein schwarzer Punkt in einem leuchtenden Kreise.

Ich bleibe hartnäckig und schwimme noch eine halbe Stunde: der Grund scheint immer in der gleichen Entfernung zu bleiben.

Ein Ruhepunkt auf einem kleinen Plateau und dann wieder ein gähnendes Loch – wohin mochte es führen? Ein Geheimnis, das zu ergründen ich aufgebe.

Ich gestehe, daß ich schließlich wirklich Furcht empfand.

Ich brauchte eine volle Stunde, um mein Ziel zu erreichen.