Er selber zog sich zurück, um das Ergebnis ihrer Sendung auf dem Gipfel des Païa abzuwarten.

Die Göttinnen redeten die Jungfrau mit einem Gruß an, priesen ihre Schönheit und sagten, daß sie aus Avanaü, einem Ort auf Bora-Bora, kämen.

– Unser Bruder läßt dich fragen, ob du einwilligst, sein Weib zu werden.

Vaïraümati – dies war der Name der Jungfrau – blickte die Fremden prüfend an und erwiderte:

– Ihr seid nicht aus Avanaü. Doch ist euer Bruder ein Häuptling, ist er jung und schön, so mag er kommen, Vaïraümati wird sein Weib werden.

Téouri und Oaaoa stiegen unverzüglich zum Païa hinauf, um ihrem Bruder mitzuteilen, daß er erwartet werde.

Sogleich begab Oro sich wie vorher auf dem Regenbogen hinunter nach Vaïtapé.

Vaïraümati hatte zu seinem Empfang eine mit den schönsten Früchten besetzte Tafel und aus den feinsten Matten und seltensten Stoffen ein Lager bereitet.

Göttlich in ihrer Anmut und Kraft, pflegten sie der Liebe in Hain und Flur, am Ufer des Meeres und im Schatten des Tamaris und des Paudanus. Jeden Morgen stieg der Gott auf den Gipfel des Païa, und jeden Abend ging er hinunter, mit ihr zu schlafen.

Kein anderes sterbliches Mädchen durfte ihn in irdischer Gestalt erblicken.